Fanfiktions, Reallifestorys, Poems & othe Stuff

Hier findet ihr alles was das Schreiberherz begehrt!

Ganz weit vorne meine erste TVD Fanfiktion "The Oldest"!

Es wird quasi eine Fortsetzung ab der jetzigen Winterpause, allerdings bin ich schon ein par Fakten voraus.

- Caroline ist wieder mit Matt zusammen
- Rose ist tot
- Tyler weiß Bescheid über sämtliche Vampire in Mystic Falls
- und Stefan und Elena sind wieder fest zusammen


Außerdem wird meine Geschichte mit ganz neuen Charakteren und nicht direkt in Mystic Falls anfangen.

Ladies und Gentleman, ich darf euch vorstellen:

-Valeriana- Anne Healy aka Valerie (24 Jahre)

-Patrizia- Milena Healy aka Trisha (20 Jahre )

-Emilia- Sophie Healy aka Emmy (17 Jahre)

-Adam Riley (21 Jahre)




In den ersten Kapiteln, werde ich euch die 4 ein bisschen näher bringen und hoffentlich einen schlüssigen Zusammenhang zu Mystic Falls bilden Smile

Kritik und Lob sind natürlich immer gerne gesehen und ich hoffe euch reißt die Geschichte mit... ich hab auch ein bisschen was gebastelt um eurer Fantasie ein bisschen auf die Sprünge zu helfen Smile Hat ja auch nicht jede Geschichte ^^


So ich glaube nun ist alles gesagt, den Rest verrat ich nicht, den müsst ihr euch schon erlesen Smile




 

Prolog







„1- dein Körper pulsiert“

Das Prasseln des Regens verschmolz mit „Down with the Sickness“ in Trisha's Ohren, der Sturm zerrte an ihren Haaren und stämmte sich mit aller Kraft gegen ihren Körper.

„2- deine Muskeln spannen sich an“

Blitze zucken durch den Himmel, die stickige, schwüle Hitze drückt alle Luft aus ihren Lungen.

„3- fühle deine Macht!“

Jetzt war alles vorbei. Um Trisha's Körper herum war nur noch Leere. Es zählte nur noch Eines.
Sie und ihr Instinkt. Sie rannte nun schon über eine Stunde, genoss das kraftvolle Sommergewitter, den kühlenden Regen auf ihrer Haut und die langsam schleichende Dunkelheit um sich herum und in ihrem Kopf. Jetzt fühlte sie nichts mehr außer sich Selbst. Die Katzen-Natur in ihr ließ sie weiter nach vorne preschen, tiefer in den Wald, in die Dunkelheit, von allem abgeschnitten.
Sie brauchte das, ihren Freiraum. Weg von ihrer Familie, ihrem Job und all den Problemen.
Einfach laufen und Zeit für sich haben.
Was für andere, normale Menschen wahrscheinlich Todesqualen und endlosen Muskelkater bedeutet hätte, bedeutete für sie Freiheit.
Aber Trisha Healy war auch weit davon entfernt normal zu sein. Sie war eine Katze. Nun nicht im üblichen Sinne, ich werde euch jetzt bestimmt keine Geschichte über ein kleines schwarzes Kätzchen auftischen, sie war ein Werkatze.
Ein Wesen mitunter nun schon über 500 Jahre alt. Ein Wesen der Nacht, todbringend sowie schön, mächtig sowie elegant und sie war nicht die Einzige.
Sie verlangsamte ihren Lauf und ließ ihre Gedanken zu ihren Schwestern abschweifen.

Da war einmal Valerie, die Älteste der Drei. Sie war eine Werbärin, mit 1.78 m die größte der Familie. Wo auch immer Valerie auftauchte hatte sie die gesamte Aufmerksamkeit der Anwesenden. Nicht weil sie besonders hübsch war, oder sich besonders kleidete, nein Val genoss eine ganz eigene Präsenz die sie ausmachte, die der Erhabenheit und Weisheit.
Sie sah nicht älter aus als 24 und dennoch hatte man bei ihr das Gefühl eine Königin betritt den Raum.

Ihre kleine Schwester Emmy war Valerie wie aus dem Gesicht geschnitten. Sie hatte die selben dunklen Haare, die kastanienbraunen, mandelförmigen Augen und die markanten Gesichtszüge die auch ihre Mutter einst besaß.
Trotzdem könnten die beiden nicht unterschiedlicher sein.
Während Valerie Respekt von allen Seiten erntete, verzauberte Emmy alle mit ihrer kindlichen und träumerischen Art. Wenn man in ihrer Nähe war hatte man rund um die Uhr das Gefühl die Sonne strahle mit voller Kraft auf einen herab. Sie ist ein Wervogel, frei und wild, sie war ein kleines Feuerwerk.

Trisha selbst dagegen nun ja sie war das mittlere Bindeglied zwischen den beiden, was dennoch nicht recht herein passen wollte.
Schon rein äußerlich, sie hatte zwar wie ihre beiden Schwestern das wunderschöne Lächeln ihrer Mutter aber das war es dann auch schon. Alles in allem schlug sie total nach ihrem Vater.
Eine 1.72m große blonde Schönheit. Trisha strahlte keine Weisheit aus, keine Unschuld, ihr Trumpf im Ärmel war ihr pures gutes Aussehen und sie wusste auch um ihre Schönheit. Nicht im klassischen Sinne schön, sondern außergewöhnlich.
Sie hatte langes, glattes Haar, was ihr geschmeidig in einem kühlen blond bis über die Schulterblätter hing, eine perfekt trainierte Figur, markante Wangenknochen und mit ihren leicht schräg stehenden, eisblauen Katzenaugen riss sie alle in ihrem Bann.
Aber die Katze spiegelte sich nicht nur in ihren Augen wieder, sondern auch in ihrem Charakter. Sie hatte ihren eigenen Kopf, ließ sich ungern etwas sagen und war durchaus in der Lage mal etwas bissig zu reagieren. Trotzdem manifestierten sich auch die guten Seiten in ihr und zeichneten sich durch ihre Abenteuerlust und ihr Ehrlichkeit aus.
Ihre Familie war ihr verdammt wichtig und sie liebte nichts mehr als die Nähe zu Ihnen und zu anderen Menschen. Sie brauchte das wie die Luft zum Atmen. Die Geborgenheit und die Liebe, meistens auch die kleinen kabbeleinen zwischen ihnen. Sie war bestimmt nicht so verspielt wie ihre kleine Schwester, aber eine Runde rangeln war immer mal drin, besonders zwischen ihr und Adam.


Kapitel 1




„Wer vor seiner Vergangenheit flieht, verliert immer das Rennen.“

Thomas Stearns Eliot.


Trisha lächelte in Gedanken an ihre Familie versunken. Plötzlich fingen ihre Beine an zu zittern, ihr Brustkorb bebte und ihre Lunge zog sich zusammen. Schlagartig blieb sie stehen und hatte Mühe nicht zusammen zu brechen. Das Blut in ihren Adern pulsierte und ihr Kopf schmerzte, sie hatte das Gefühl in Flammen auf zu gehen.

„Hallo Patrizia, schön dich einmal wieder zu sehen.“

Auf einmal waren alle Schmerzen wie weggefegt. Stockend sog sie ein par Mal tief Luft in ihre Lungen und nickte:

„Elijah...“

Krampfhaft versuchte sie um Fassung zu ringen und die Maske die ihre Gesicht in Beschlag genommen hatte aufrecht zu erhalten.
Das konnte einfach nicht sein. Nicht er, einer der Ältesten, nicht nach all den Jahren, nicht nach allem was passiert war. Nicht jetzt verdammt!
Betont lässig, als würde sie alle Gedanken weg wischen schwang ihre Hand durch die Luft:

„Möchtest du mir deinen Freund nicht vorstellen?“

Elijah ließ ein kurzes Lächeln auf blitzen und ließ seinen Blick dann zu dem etwas aristokratisch wirkenden, dunklen Mann an seiner Seite gleiten.

„Entschuldige meine Liebe, wie unhöflich von mir, das ist Doktor Jonas Martin. Ein Hexer wie du ja dank seiner unglaublich faszinierenden Demonstration eben wahrscheinlich schon mit bekommen hast.“

Trisha kniff die Augen zusammen und grübelte über ihre nächsten Schritte nach. Leider viel ihr nur einer ein und Weglaufen war wahrscheinlich nicht die sinnvollste Option:

„Anscheinend... ja. Nun einer der Ältesten und ein Doktor, zu Besuch auf meinem Anwesen. Mir scheint ich bin nicht unbedingt richtig gekleidet für diesen Anlass, man hätte mich vor warnen sollen.“

Sie verzog den Mund zu einem sinnlichen Lächeln und schenkte ihm einen empörten Blick.

„Nun meine Teure, ich denke du könntest dem Anlass entsprechend nicht besser gekleidet sein, denn für die Angelegenheit über die ich mit dir sprechen möchte, brauchst du gewiss kein Abendkleid. Komm, lass uns ein Stück gehen...“

„Der Zauberer bleibt hier.“

„Keinesfalls, Dr. Martin ist ebenfalls ein sehr guter Freund von mir und seinerseits auch in das Problem involviert.“

„Elijah... du vertraust mir nicht.“

Trisha zog die Brauen hoch und schenkte ihm einen viel sagenden Blick.
Der Älteste grinste sie unverhohlen an:

„Reine Vorsichtsmaßnahme, wem kann man heutzutage schon noch trauen. Das müsstest du doch am besten wissen.“

„Na gut“

Trisha öffnete ihren Pferdeschwanz, weil sie das Gefühl hatte dadurch nur noch mehr zu verkrampfen und setzte sich in Bewegung.

„Weißt du mit offenem Haar sahst du schon immer viel schöner aus, vor allem auf den englischen Bällen damals, erinnerst du dich?“

Sie beschleunigte ihren Gang und schaute stur geradeaus:

„Bist du her gekommen um ein wenig über die Vergangenheit zu plauschen, dann drehen wir jetzt um, gehen zu meinem Haus und ich backe ein par Kekse und mache Tee... weißt du ich habe da diese wunderbare neue Sorte, mit einem furchtbar schönen Aroma, ja fast so schmackhaft das es sich zu sterben dafür lohnt. Sie heißt Eisenkraut.“

Elijah schlug einen belustigten Ton an:

„Patrizia- Milena Healy, so zynisch und unterhaltsam wie eh und je. Ich schätze dein neuer Lebensstil hat dem und allem anderen was dich betrifft keinen Abbruch getan, nicht war Trisha?
Das ist gut, sogar außerordentlich gut, es wird uns durchaus behilflich sein.“

„Behilflich wobei Elijah? Es gibt kein uns und wie kommst du auf die abwegige Idee, das gerade ich dir irgendwo bei helfen werde? Du hast doch dein Schoßhünchen.“

Hinter ihr wurde Elijah langsamer:

„Weil du musst. Es führt kein Weg daran vorbei, erinnerst du dich? Du bist mir einen Gefallen schuldig.“

Apparat blieb Trisha stehen und verlor dabei fast das Gleichgewicht im matschige Waldboden.
Sie hatte das Gefühl die Welt ist um sie und Elijah herum stehen geblieben und sie traute sich nicht auch nur ein einziges Körperteil zu bewegen, bis es vorbei war.

„Ja Patrizia, ganz recht. Klaus ist zurück.“

Mit einem Knall löste sich die ganze Anspannung und wich der aufsteigenden Panik in ihrem Körper, sie fuhr herum und schaute Elijah an, in der Hoffnung auch nur ein Fünkchen von Belustigung in seinem Gesicht zu sehen. Doch es blieb wie es war. Offen, steinhart und ehrlich:

„Das kann nicht sein! Niemals! Ich meine, jeder weiß doch das er verrückt geworden ist. Er verschanzt sich, er hat sich die letzten 500 Jahre verschanzt! Ich schwöre dir Elijah spiele keine Spielchen mit mir, denn das ist nicht lustig!“

Langsam aber sicher wandelte sich Trisha's Panik in Hysterie und sie redete immer laute, ja kreischte beinahe.

„Ich fürchte ich mache keine Witze meine Liebe“

Alle Alarmsignale in Trisha's Körper standen auf rot, ihre Muskeln verkrampften sich und sie zitterte:

„Nein! Nein! Wieso?!“

„Der Doppelgänger ist zurück, Klaus jagt sie und wir Beide werden ihn davon abhalten und ihn töten. Ganz einfach.“

Mit einem Mal wichen alle Gefühle und Gedanken aus Trisha's Körper:

„Bist du eigentlich total bescheuert, lebensmüde, wahnsinnig, dämlich, gestört, todesmutig, verrückt... wenn dir noch ein Begriff einfällt, dann sag ihn mir bitte, denn ich finde nicht annähernd einen Begriff für diesen fürchterlich dummen Gedanken!!!“

„Nein. Wir werden ihn ganz einfach töten.“

„Oh mein Gott!!!!!!“

Trisha ging hektisch auf und ab.
Sie hatte jetzt gut Lust jemanden zu verprügeln, nein sogar zu zerfleischen! Am besten Elijah, das würde das Problem lösen. Die kleine verängstigte Katze war dem wilden, knurrenden Panther in ihr gewichen, der darum kämpfte zum Vorschein zu kommen. Was redete sie denn da? Natürlich würde es das Problem nicht lösen Elijah zu zerfleischen.
Genugtuung? Hm, allemal.
Gute Tat für die Welt? Ganz sicher.
Aber Lösung? Leider nicht.
Klaus war zurück und keiner da Draußen konnte sich vorstellen wie verheerend das sein wird.

„Patrizia, wir müssen ihn töten, du hast es doch selbst gesagt, er ist verrückt geworden. Völlig besessen. Und wir wissen beide das wenn er den Doppelgänger erstmal hat, wir nicht nur um unserer Beiden Leben besorgt sein sollten. Du weißt was damals mit Adrian passiert ist...“

Trisha fuhr erneut herum:

„Unterstehe dich Elijah! Auch nur ein Wort über Adrian und ich schwöre bei meinem Leben, dann wir dir der Zauberlehrling auch nicht mehr helfen können, außer er versteht sich im puzzeln!“

Elijah neigte den Kopf leicht zur Seite und schaute Patrizia ins Gesicht, hindurch durch die Maske, die längst schon zerbröckelt war, durch die unverkennbare Schönheit. Schmerz, Wut, Panik, Angst, Zweifel...
Nun so hatte er sich das nicht vorgestellt. Einen Freudentanz hatte er auch nicht erwartet, aber er hatte gehofft, war sich sogar sicher, das Patrizia sofort alles stehen und liegen lassen würde und der Hass und die Rache in ihr Oberhand gewannen. Das sie mit ihm zusammen Klaus töten würde.
So wie sie es einst versprochen hatte.

„Nun gut meine Liebe, aber ein Deal ist ein Deal und ich habe damals mein Wort gehalten, also wirst du es auch tun. Ich verlange nicht von dir das du Klaus tötest, nein diese Aufgabe übernehme ich sogar liebend gerne. Aber du wirst den Doppelgänger beschützen. Mit deinem Leben wenn es sein muss, das verlange ich von dir. Also, sind wir im Geschäft?“

Elijah lächelte und hielt Trisha die Hand entgegen.
Die Gedanken überschlugen sich in ihrem Kopf, alles drehte und schwankte, als würde ihre Welt in sich zusammen brechen. Wieder einmal.
Aber was sollte sie machen? Sie hatte damals nun einmal das Versprechen gegeben und was blieb ihr für eine Wahl?
Sich in ihrem Haus verkriechen und warten bis Klaus die Welt an sich reißt und sie dann alle umbringt?
Oder zu ihm gehen, sich stellen und sterben?
Das würde sie dann so oder so und diese Genugtuung wollte sie diesem Arschloch nicht schenken. Trisha Healy gibt nicht einfach so auf.

„Nur beschützen?“

„Nur beschützen.“

„Gut wir haben einen Deal“

Sie reichte Elijah die Hand und so plötzlich wie er mit seinem Handlanger aufgetaucht war so schnell waren die beiden auch wieder verschwunden.


Den Weg zum Haus legte Trisha wie in einem Delirium gefangen hinter sich. Sie spürte keinen, Wind, nicht den abgeklungenen Nieselregen, hörte nicht die Tiere um sich herum, nicht das Rascheln der Bäume. Sie hatte nur einen Gedanken. Klaus.
Zuhause angekommen ließ sie ihre durchnässten Trainingssachen einfach auf den Fußboden der Küche fallen, ging in das Wohnzimmer und schlüpfte in das übergroße Herrenhemd was zerknüllt auf der Couch lag. Sie ging zum Kamin und nahm eins ihrer Familienfotos in die Hand.






Gute 5 Minuten starrte sie es einfach an, sie vernahm weder das quietschen der Terassentür, noch das Adam hinter ihr stand.

„Wie kommt es eigentlich das du selbst in meinen Hemden noch besser aussiehst als ich. Ich weiß das war schon immer so, aber es ist mir auch immer noch ein Mysterium.“

Adam war Trisha's bester Freund. Schon so lange sie lebten. Schon seit 500 Jahren...
Und er war Emmy's Verlobter... schon seit naja sagen wir gut 3 Jahren.
Adam war ebenfalls ein Lykantroph, um genauer zu sein war er das übliche. Ein Werwolf.
Er war einer der wundervollsten Menschen in Trisha's Leben. So verständnisvoll und lieb, nie böse auf Jemanden, egal was sie oder seine Verlobte mal so anstellten und genauso verspielt und fröhlich wie seine wunderbare Freundin. Er hatte auch andere Seiten, aber die zeigten sich selten.

Er grinste und gab Trisha einen liebevollen Kuss auf ihr durchnässtes Haar, aber sie reagierte nicht.

„Kätzchen, alles ok mit dir?“

Sorge schwang in seiner Stimme mit. Kätzchen. Adam und ihre Schwestern waren wahrhaftig die einzigen, die sie je so nennen durften. Aber sie taten es auch eben nur dann wenn sie besorgt um sie waren oder wenn Valerie mal wieder mit ihr und Adam schimpfte.

„Trish?“

Adam ging um den Tisch herum um seiner besten Freundin ins Gesicht schauen zu können.
So kannte er sie gar nicht. Normalerweise hätte er schon beim Reinkommen einen Spruch von ihr bekommen, oder spätestens auf die Frage mit dem Hemd, eine deftige Antwort.
Er kannte sie in und auswendig und er wusste wann etwas mit ihr nicht stimmte. Es schien als hätte sie ihn nicht einmal bemerkt. Sie sprach kein Wort und er fühlte förmlich was sie fühlte und das zerriss ihn innerlich.
Sie war seine beste Freundin, sie hatten ihr ganzes Leben zusammen verbracht, ja sie war quasi sein Leben. Er liebte sie über alles und diese Liebe ließ ihn spüren was sie spürte, fühlen was sie fühlte. Klar, er war mit Emmy verlobt und auch sie liebte er über alles, aber nun mal nicht auf die Weise, wie Trish, nicht wie eine Schwester, ein Teil von ihm, sondern wie seine Verlobte nun mal
Und was jetzt mit Trisha geschah beunruhigte ihn zutiefst.

Sie schauten sich in die Augen und in diesem Moment zerbrach mir einem Satz alles.


„Klaus ist wieder da.“

 

 

Kapitel 2




„Die Angst ist kein Zeichen von Schwäche,
sie zeigt dir nur das du noch etwas zu verlieren hast.“



Die ersten Sonnenstrahlen bahnten sich langsam aber sicher durch die schweren Samtvorhänge der Wohnzimmers, es hatte aufgehört zu regnen und die Vögel stimmten ihren Morgengesang an.
Adam hatte keine Ahnung wie lange er hier nun schon so saß.
Trisha war vor Stunden in seinem Arm ein geschlafen, hatte die ganze Nacht kein Wort mehr gesagt. Aber das brauchte sie auch nicht. Er spürte was sie fühlte und das reichte ihm erstmal vollkommen. Er wollte sie nur noch im Arm halten und sicher wissen.
Er wusste das da noch mehr war. Mehr passiert ist in dieser Nacht. Aber mehr als zu wissen das er wieder da war, das konnte er im Moment nicht verkraften.
Eine Zeit lang hatte er gegrübelt, woher sie es wohl wusste.
Ob sie ihn gesehen hatte?
Nein das war unmöglich. Dann wären sie wohl alle schon tot.
Nach einer Weile hatte er den Gedanken aber fürs Erste verworfen.
Die Erinnerung schmerzte zu sehr. Er fühlte sich wie betäubt und lies sein Bewusstsein tiefer in die Abgründe dieser Taubheit gleiten.
Wie es Trisha wohl ging?
Sie sah so friedlich aus wie sie hier nun lag und schlief. So ruhig, als könnte nichts Böses der Welt ihr im Moment etwas anhaben.
Sie war erschöpft zusammen gesunken, außer Stande aufzustehen oder noch Etwas zu sagen.
Sie war über zwei Stunden weg. Mein Gott sie muss Kilometer gerannt sein. Weggerannt?
Normalerweise lief sie nur ihre übliche Runde und war binnen einer halben Stunde wieder Zuhause.
Er hätte ihr folgen sollen. Spätestens nach einer Stunde etwas ahnen müssen.
Aber diese Nacht hatte auch bei ihm Spuren hinterlassen und er war zu erschöpft gewesen um noch eine Runde joggen zu gehen. Seine neue Bar forderte im Moment all seine Aufmerksamkeit und das durfte er nicht schleifen lassen.
Und trotzdem, er machte sich Vorwürfe. Was war bloß passiert?
Die Küchentür knarrte und knackte, es roch nach frischem Kaffee.
Er machte sich nicht erst die Mühe sich um zudrehen um nach zu schauen.
Er roch sie sofort als sie die Treppe hinunter kam. Diesen süßen, warmen, blumigen Duft wie ein Feld voller Lilien, wie seine wunderschöne Verlobte.
Emmy war das Beste was ihm in seinem Leben passieren konnte.
Auch sie kannte er schon ewig, doch er hatte nie damit gerechnet, das er sich jemals in diese wunderbare Frau verlieben könnte.
Emmy war nicht wie er. Sie war nicht besonders tiefgründig, mutig und hart. Sie konnte nicht besonders gut kämpfen oder jagen, hatte einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn und hasste nichts mehr als streiten. Sie war weich, liebevoll ja fast zerbrechlich und das schätzte er mehr an ihr als alles andere. Und vor allem liebte sie ihn so wie er war.
Die Wohnzimmertür schwang auf und für einen Moment waren alle Sorgen, alles Dunkel wie weg geblasen.

„Guten Morgen mein Schatz“

So leise wie sie nur konnte tibbelte Emmy durchs Wohnzimmer und gab ihrem Freund einen Kuss.
Ihr Haar braunes, lockiges Haar glitt ihr in zerzausten Wellen über die Schulter, sie hatte ein weißes Top an und eine kurze grün-weiß karierte Pyjamahose, ein bisschen Schaum vom Cappuccino in ihrer Hand hatte sich auf ihre Oberlippe verirrt.
Sie hätte nicht umwerfender aussehen können.

„Wollt ihr beide nicht schlafen gehen? Die Sonne geht schon auf, es ist beinahe um sechs.“

Trisha blinzelte ihre kleine Schwester verschlafen an. Sie fühlte sich elend und ihr ganzer Körper schmerzte.

„Wir schlafen doch schon, was willst du denn?“

Emmy lächelte und strich Trisha sanft über das Haar.

„Nein mein süßes Kätzchen, ihr beide liegt auf der Couch, du in einer Position die jedem Chiropraktiker einen Anlass zum weinen geben würde und Adam ist putzmunter.“

Trish ließ ein gequältes Jammern hören und hob dann den Kopf ein Stück an um Adam an zugucken.

„Warum?“

Plötzlich sog sie scharf Luft ein und aller Ereignisse der heutigen Nacht prasselten auf sie nieder.
Laufen, Regen, Sturm, Unwetter, Wald, Dunkelheit, Schmerz, Hexer, Elijah, Vergangenheit, Trauer, Beschützen, Doppelgänger, Deal, Angst.... Klaus.
Oh Scheiße!
Bestürzt schaute sie sich um. Sie war noch Zuhause. Sie war in ihrem Haus, auf ihrer Couch, sie war bei Adam, alles war gut.
Was redete sie denn da, nichts war gut!

„Guten Morgen Emmy-Maus!“

Valerie stand in der Tür.

„Warum sind Trisha und Adam noch wach?“

Fragend hob sie die Augenbrauen.

„Das habe ich mich auch schon gefragt, aber bis auf eine etwas unsanfte Bemerkung und ein par kümmerliche Laute habe ich noch keine Antwort bekommen.“

Trisha blinzelte erneut.

„Ich ähm wir heute...“

Adam schaute besorgt zu Trisha hinunter und setzte gerade zum Reden an.

„Ok los ab ins Bett ihr beiden! Ihr sollt nicht immer bis zum Morgengrauen auf der Couch rum lümmeln und euch diese hirnverbrannten Talk Shows angucken!“

„Aber...“

„Keine Widerrede! Wenn ihr was zu erzählen habt, dann könnt ihr das heute beim Abendbrot machen, mein Gott ihr seit doch keine 100 Jahre mehr alt. Ihr wisst das es euch nicht gut tut wenn ihr Tagsüber nicht schlaft, das ist gegen eure Natur. Ich bin doch nicht eure Mutter, also los jetzt, ab ins Bett!“

Val zeigte tadelnd mit dem Finger zur Tür.

„Na gut, vielleicht ist es wirklich besser, wenn wir erst einmal schlafen gehen. Komm schon Trish steh auf.“

Nach vier weiteren gequälten „Mhhhms“ und „Ahhhs“ setzte sich Trish langsam in Bewegung und ging runter in ihr Schlafzimmer. Gott so musste sich eine Maus fühlen, wenn sie gefressen und wieder ausgespuckt wurde.
Trisha nahm sich vor vorerst als Katze keine Mäuse mehr zu jagen.
Sie war total benommen. Langsam torkelt sie die Treppe herunter.
Adam und sie hatten im Keller einen riesigen Raum zur Verfügung mit einem großen Bad und einer separaten Kellertür die in den Garten führte, damit sie wenn sie Nachts unterwegs waren Emmy und Val nicht weckten.
Manchmal schlief Adam auch bei Emmy, aber nur selten, da sie ihr Zimmer auf dem Dachboden hatte und es dort dauerhaft hell war.
Es war kein Problem auch mal öfters Tagsüber wach zu sein, aber Katzen und Wölfe waren nun mal nachtaktive Tiere.
Die beiden Schlafzimmer waren durch eine marode kleine Holztür getrennt die aber eh immer offen war, was den Kontrast der beiden Räume lustiger weise noch mehr zur Schau stellte.
Wenn man auf der Schwelle hatte man das Gefühl man würde zwischen zwei unterschiedlichen Welten umher springen. Sie waren beste Freunde, was aber nicht heißt das sie den Geschmack teilen mussten.

Trisha's Zimmer war das reinste Chaos, über und über voll mit Klamotten.
Sie liebte einfach Mode. Überall hingen und lagen Kleider, Schuhe, Corsagen, Jacken, Mäntel und Accessoires. Alles was das Frauenherz begehrte.
Die Farben rot überwog im Raum in der Mitte ein großes Bett aus der Romantik-Epoche.
Die kleine Schminkkomode war überhäuft mir Parfüms, Make up und Schmuck.
Ja Trish war Adams beste Freundin. Sie jagte, verstand sich aufs Kämpfen, war sportbegeistert, aber sie ist und bleibt nun mal eine Frau.
In der Sache war sie sogar noch schlimmer als ihre beiden Schwestern. Eine echte Luxusqueen.




Er dagegen war quasi Ordungssüchtig. Alles hatte seinen Platz, der Raum war zwar groß, aber sagen wir eher minimalistisch eingerichtet. Alles in dezentem braun und schwarz gehalten und kein Schnick Schnack. Ein Bett, ein Schrank, ein Nachttisch.



Erschöpft ließ sie sich in ihr Bett fallen, ihr Körper sehnte sich nach Ruhe und Erholung.
Ihre Glieder schmerzten, die Muskeln krampften, das Herz schlug in einem unregelmäßigen Takt und ihre Kopf pochte wie wild.
Es war eine grauenhafte Nacht und irgendwann musste sie in ihrem Delirium eingeschlafen sein. Jetzt war das nicht mehr so einfach, Gedanken wirbelten in ihrem Kopf herum, überschlugen sich und es wollte sich kein richtiges Bild ergeben. Sie konnte sie einfach nicht ordnen.
Es war ihr ein Rätsel, warum wollte Elijah das sie diesen verdammten Doppelgänger beschützte. Es war doch egal ob sie lebte oder nicht.
Klaus töten konnte man so oder so, wenn überhaupt.
Also warum ließ er sich die Chance entgehen, alle Vampire frei herum laufen zu lassen und sie ewig an den Mond zu binden?
Gott wäre das schrecklich, dann wäre die ganze Arbeit umsonst gewesen. Nichts mehr mit ich hab meinen schönen Silberring mit meinem Rubin und ich kann mich ja verwandeln wann ich will nänänänänänä.
Das wäre äußerst verheerend.
Hätten sie nicht diese Ringe, dann hätten sie diese Vampire mit ihren eigenen kleinen Spielzeugen schon längst ausgerottet.
Sie hätten keine Möglichkeit mehr sich dagegen zu wären.
Ich meine Lapislazuli= Sonnenschutzfaktor 100%, welche beschränkte Hexe kam nur auf diese Idee?
Wäre diese nicht gewesen, hätte das auch den Lykantrophen einiges an Zeitaufwand erspart. Vampire konnten nicht ins Sonnenlicht treten und sie waren an den Mond gebunden, so war der Fluch, aber wir sind ja zu stolz um sowas mit Würde zu ertragen.
Blutsauger müssen auch am helllichten Tag umher laufen können wenn sie wollen und Tiere können zerfleischen wann sie Lust haben.
Um Himmelswillen, worüber dachte Trisha da eigentlich nach?
Das war hier doch gar nicht das Problem!
Sie musste den Doppelgänger beschützen, wahrscheinlich auch aus etwas eigennützigen Gründen und Elijah musste Klaus töten... wollte Klaus töten.
Klaus. Endlich, nach all der Zeit, dachte sie sie könnte endlich wieder ein normales Leben führen, nun ja so normal wie sie eben war, Zeit mit ihrer Familie verbringen, ihrem Job nach gehen, Spaß am Leben haben, aber hey wann läuft schon mal alles wie man möchte?
Sie kicherte hysterisch, dann viel sie in einen unruhigen Schlaf.

Hitze. Es war so unglaublich heiß, stickig, überall Qualm. Trisha's Haut glühte, sie hat das Gefühl sie stand in Flammen, innerlich so wie äußerlich.
Langsam öffnete sie ihre Augen.
Feuer, überall. Sie wollte aufstehen, weg laufen, doch ihr Körper rührte sich nicht.
Rot, alles Rot.
Sie röchelte, ihre Lunge zog sich zusammen. Um sie herum tobte ein Meer aus Flammen.
Links von ihr, rechts. Alles loderte. Funken sprühten, versenkten ihr Haar, die Haut auf ihren Armen.
Die Flammen um sie herum kamen immer dichter.
Sie zogen ihren Kreis um sie herum, tänzelten!
Trisha lag auf ihrem Bett und beobachtete sie, sie strahlten um die Wette, leuchteten so wohlig warm, wie in einem alten Kamin.
Alles war so wunderbar Hell.
Sie griffen nach ihr, streckten sich fordernd nach ihr aus und umhüllten sie so sanft.
Sie drehte ihren Kopf nach rechts.
Was war das für ein Bild was sie dort an der Wand umschmeichelten?
Eine Frau, sie wirkte so glücklich, mit langem blonden Haar welches ihr Gesicht mit Locken umspielte. Ihr Lächeln strahlte fast so sehr wie ihre Augen und sie war in ein wunderbar, rotes, seidenes Kleid gehüllt.
Ein Mann neben ihr groß, mit markanten Gesichtszügen. Das gold schimmernde Haar viel ihm bis in den Nacken und die Augen dunkel wie Onyx.
Er hielt ihre Hand.
Das Bild kam ihr so vertraut vor, füllte sie mit Liebe.
Aber natürlich. Sie war die Frau auf diesem Bild.
Das waren sie und...
Panik stieg in ihr auf, ihr Körper setzte sich in Bewegung, sie sprang auf und schrie.
Ihr Herz würde jeden Moment zerspringen.

„Adrian! Adrian... Nein! Nein, nein.“

Adam fuhr aus seinem Bett. Trisha! Binnen drei Sekunden stand er neben mir. Sie saß am Ende dieses Bettes und weinte bitterlich.

„Trisha, was ist los? Was ist passiert?“

Sie schluchzte einige Male und bekam nur ein par Wortfetzen zu Stande.

„Adrian, das Feuer, ich habs geträumt...“

„Ist ja gut, du hast es Alles nur geträumt, das ist auch völlig ok, das hatten wir Beide schon öfters.“

Er ließ sich neben sie sinken und nahm sie in den Arm.

„Nein Adam, diesmal war es anders, verstehst du, ich war in dem Feuer, ich habe alles gespürt.“

Sie schluchzte immer noch erbärmlich.

„Vielleicht war das ja alles ein Zufall. Oder ein ganz anderes Feuer, das sich aus deiner Angst davor erst in deinem Kopf manifestiert hat. Das kann doch gut sein.“

„Adam, verstehst du nicht, es war das Feuer, es war Adrian, der Traum sollte mich daran erinnern das ich damals auch hätte sterben sollen, das ich längst tot sein müsste, es war alles meine Schuld!“

„Hättest du damals sterben sollen, wärst du wohl kaum hier und du kannst da nichts für!“

„Doch... es soll mich erinnern, ich muss mein Versprechen einlösen, ich habe Elijah gestern getroffen...“

Trisha erzählte Adam alles was im Wald geschah, die ganze Geschichte und das was Elijah nun von Ihnen verlangte.

„Einen Teufel wirst du tun Patrizia!“

„Adam! Ich muss!“

„Überhaupt nichts musst du verstanden! Klaus töten, was denkt er denn wer er ist, du bleibst bei mir!“

„Oh ja klar und dann? Möchtest du lieber warten bis Klaus uns tötet? Wunderbar, dann geh bitte gleich zum Bahnhof und leg dich auf die Schienen, denn ich schaue mir das bestimmt nicht mit an!“

Ihr kleiner Streit hatte sich mittlerweile zu einem handfesten Streit entwickelt und keiner der beiden war bereit nach zu geben. Wüten schlug Adam die Tür zu und stapfte die Treppe hoch.

„Adam!Adam, bleib hier, du kannst nicht einfach so weg gehen, wir sind noch nicht fertig! Und was fällt dir eigentlich ein?“

Ein weiterer Türknall und Trisha rannte ihm hinterher. Auf dem Flur ging die Schreierei dann weiter.

„Wir sind fertig Trish! Das kommt auf gar keinen Fall in Frage und Ende!“

„Was fällt dir ein! Du hast weder über mich noch über mein Leben zu entscheiden!“

Beide stürmten in die Küche, entnervt ließ Valerie ihren Kochlöffel fallen.

„Mein Gott Adam, jetzt gib ihr doch ihre verdammten Zigaretten wieder, wenn sie meint sie will sterben, dann lass sie doch!“

„Ha! Hast du das gehört Adam, hast du? Wenn ich sterben will dann lass mich doch!“

Adam hämmerte seine Faust auf den Küchentisch, dass das maroden Holz zu splittern drohte.

„Mein Gott es geht hier doch gar nicht um die verdammten Zigaretten!“

Die Küchentür flog erneut auf.

„Hey, was ist hier los, warum schreit ihr beide euch an als würde es um Leben und Tod gehen?“

Trisha rannte in der Küche umher als würde sie sich bereit machen jeden Moment, irgendjemanden zerfleischen und ganz ehrlich für Adam sah es momentan nicht gut aus.

„Was hier los ist? Was hier los ist?! Ich sags dir, dein Freund ist ein ignorantes Arschloch dem es scheiß egal ist, ob wir alle drauf gehen oder nicht!“

„Mir ist es egal? Du bist doch die Amokläuferin hier, die eine Todessehnsucht verspürt!“

Eine Hand voll Geschirr schoss zu Boden und ließ ein ohrenbetäubendes Klirren entstehen, dann nahm Valerie eine Gabel in die Hand und fuhr über einen Teller, der verschont blieb.
Emmy kreischte.

„Ahhh Gabel auf Teller, Gabel auf Teller, mach DAS weeeeeg.“

Dann war alles ruhig.

„Setzen! Sofort! Alle drei!“

„Hier geht keiner drauf verstanden!“

Betreten setzten sich Trisha, Adam und Emmy an den Tisch.

„Adam, erzähl los!“


„Nun da gibt’s nicht viel zu erzählen, außer das deine Schwester langsam wahnsinnig wird und uns alle sterben sehen will!“

„Ok Adam, klappe halten! Kätzchen du bist dran, vernünftig, oder wir schweigen das aus, bis ihr wieder wisst, wie man sich unterhält.“

Unschlüssig zeichnete Trisha Symbole mit ihrem Fingernagel auf dem Tisch hin und her.

„Also...“

 

 

Kapitel 3





Der Herr wird seinen Engel mit dir senden,
und Gnade zu Deiner Reise geben.


1.Mose, 24


Nun da saßen sie nun also alle vier rund um den Küchentisch herum, keiner sagte etwas, niemand rührte sich, die Spannung in der Luft ließ sich förmlich schneiden.
Betreten fing Emmy an mit dem Fuß zu wippen.
So hatte sie sich ihren Sonntag Abend wahrlich nicht vorgestellt.
Ganz im Gegenteil, heute hatte Adams Club zu, es war Ruhetag und sie wollte sich mit ihm einen gemütlichen Abend machen. Gemeinsam essen, danach die Eiscreme aus den Gefrierfach holen, vielleicht einen schönen Film schauen und nun ja...
Das konnte sie jetzt wohl vergessen. Mittlerweile bestand wohl keine Chance mehr auf einen ruhigen Kuschelabend zu zweit.
Verstimmt zog sie einen Schmollmund.
In nächster Zeit konnte sie das Wort „Ruhe“ allgemein wohl ganz tief in ihrem Wortschatz vergraben.
Sie kannte diesen Klaus nicht, also sie wusste schon wer und was er war, hatte aber nie mit ihm zu tun gehabt, aber nach alle dem was Adam und Trisha die Jahre über so hören lassen hatten, bevorzugte er wohl eher keine Schokoeiscreme mit Vanille Sauce.
Naja wie sagte ihre Lieblingskollegin Chrystal immer so schön: „Shit happens...“
Trotzdem mussten sie sich jetzt langsam mal eine Lösung einfallen lassen, wie es weiter geht.
Gott, dieses arme Mädchen, verfolgt von dem ältesten Vampir auf der Welt, nur weil sie war, wer sie ebend war. Es war doch ihre Pflicht dieses arme Ding zu beschützen! Wer sollte es denn sonst machen wenn nicht sie und ihre Schwestern?
Gut sie hatte anscheinend noch diesen anderen Ältesten mit seinem Hexer, dennoch empfand Emmy es als ihr Pflicht diese Unschuldige zu beschützen. Sie hatte sich bestimmt nicht ausgesucht eine Doppelgängerin zu sein! Man musste sie retten!
Warum verstand Adam das bloß nicht? Natürlich möchte er Trisha nur beschützen, aber dieses Mädchen braucht unser aller Schutz viel mehr. Die Welt braucht ihn!
Ihr Verlobter war so ein wunderbarer und liebenswerter Mann, warum war er in dieser Hinsicht nur so stur? Warum waren sie das alle?
Gut Trisha will das Mädchen ja schützen, aber nur weil sie vor 400 Jahren so ein dämliches Versprechen abgegeben hat. Sie sollte es aus freiem Willen tun.
Sie alle sollten das!
Jawohl! Emmy fasste einen Entschluss, bestärkt hob sie den Kopf und stand auf.

„Ich geh dann jetzt mal hoch, packen.“

Verwirrt schaute Adam sie an.

„Was warum?“

Die Betroffenheit war ihm durchaus anzumerken, aber Emmy lächelte nur.

„Ich werde Trisha natürlich begleiten.“

Schneller als Adam etwas erwidern konnte, war Emmy schon aus der Tür und sauste die Treppen hoch.

„Em, warte!“

Adam schickte sich ihr nach zu laufen, doch Valerie kam ihm zuvor.

„Nein. Warte. Sie hat Recht. Wir werden alle mit kommen.“

Adam war bestürzt.

„Sind hier denn jetzt alle völlig durch geknallt? Ihr kennt Klaus nicht! Ihr könnt seine Macht nicht mal erahnen und schon gar nicht die Dinge zu denen er im Stande ist! Wenn ihr geht, dann seit ihr wahnsinnig!“

Valerie lehnte sich an die Küchenspüle und schaute aus dem Fenster.

„Du hast recht. Wir kennen Klaus nicht, aber Trisha schon.“

Sie schenkt ihrer Schwester einen liebevollen Blick.

„Und du auch Adam. Ich bin nicht bereit dazu meine Schwester nochmal alleine diese Hölle durchstehen zu lassen, du etwa?
Du weißt wir könnten sie nie davon abhalten zu gehen, genauso wenig wie du Emmy nun noch aufhalten kannst, sie hat es sich in den Kopf gesetzt und wie Trisha nicht alleine lassen, genauso wenig wie ich.
Also wirst du uns begleiten, oder drei Frauen, hilflos dem allmächtigen Ältesten aussetzen?“

Valerie ließ ein wissendes Lächeln aufblitzen, gab ihrer Schwester einen Kuss und verschwand dann ebenfalls hoch in ihr Zimmer.

„Toll! Wirklich toll, Trisha!“

Damit war nun auch Adam weg und Trisha saß alleine in der großen Küche und grübelte vor sich hin. Sie öffnete das Fenster und holte eine Schachtel Zigaretten aus der Küchenschublade hervor. Nun konnte sie es wenigstens aufgeben, mit dem Rauchen aufzuhören, im Angesicht einer viel schlimmeren Todes, der sie erwartete. Und all die die sie liebte hatte sie da auch noch fein säuberlich mit rein gezogen.
Verärgert entwich ihr ein leises Knurren.
Das war ja klar. Wie hatte sie auch nur glauben können, das ihre Schwestern sie tatsächlich ganz alleine gegen den mächtigsten und wahnsinnigsten Vampir der Welt antreten lassen.
Sie hätte es besser wissen müssen.
Sie hätte einfach die Klappe halten sollen und sich nachts klammheimlich verdrücken müssen nach... ja wo war dieser verdammte Doppelgänger denn eigentlich?
Elijah hätte ruhig ein bisschen mehr ausspucken können als „Rette den Doppelgänger“ und „Hey Klaus ist wieder da“!
Gott, das war ja alles nicht auszuhalten! Verstimmt knurrte sie erneut.
Die Zigarette in ihrer Hand hatte sich mittlerweile selbst vernichtet und Trisha schnippte sie aus dem Fenster.
Dann schaute sie an sich herunter. Es war wohl Zeit sich nun mal endlich etwas anderes anzuziehen als halbnackt in erneute Panikanfälle auszubrechen. Außerdem musste sie packen.
Sie knallte das Fenster zu und ging hinunter in den Keller.
Adam hatte seine Zimmertür zu gemacht, oh man er musste wirklich sauer sein. Etwas angespannt klopfte sie.

„Adam, komm schon mach die Tür auf! Adam bitte. Ich brauch dich doch. Ich schaff das nicht alleine! Bitte lass uns reden!“

„Nein!“

„Adam bitte! Komm, nur ganz kurz, schau mich wenigstens an und sag mir ins Gesicht das du mich alleine gehen lassen willst!“

„Ich will dich jetzt nicht sehen Trisha!“
„Adam!“

Funkstille... Ja Adam war sauer, wenn er nicht einmal mehr mit ihr reden wollte. Aber Trisha war sich ganz sicher, wenn er doch nur raus kommen würde, dann könnte sie ihn bestimmt überzeugen.“

„Adam!“

Immer noch nichts.
Trish grummelte und zog dann widerwillig einen Koffer unter ihrem Bett hervor. Dann ging sie zum Kleiderschrank.
Nachdem sie einen ganzen Haufen Klamotten, Schuhe, Make up und andere Dinge verstaut hatte versuchte sie es erneut.

„Adam? Ich brauch Hilfe! Ich glaube ich hab zu viel eingepackt, ich kriege meine Tasche nicht zu!“

Natürlich stimmte das nicht.
Trisha war eine Meisterin wenn es darum ging soviele Sachen wie möglich von A nach B zu transportieren. Schon früher schaffte sie es Dinge die Menschen nicht einmal in drei Koffer bekommen hatten in einen zu kriegen. Wer schön sein will musste eben leiden.
In diesem Fall zwar eher ihre Fingernägel die mit dem Reißverschluss kämpften, aber trotzdem. Dennoch, von Adam war immer noch nichts zu hören.
Missmutig ging sie zu ihrem Waffenschrank. Ein par Pflöcke und Kugeln voller Eisenkraut würden bestimmt ganz nützlich werden.

„Ah! Verdammt nochmal! Scheiße das brennt! Dieses verfluchte Eisenhut Elixier! Ah meine Hand!“

Die Tür schwang auf und Adam stürmte ins Zimmer.

„Trish!“

Trisha stand vor ihrem Waffenschrank und drehte sich um.

„Das ist nicht besonders witzig Patrizia!“

„Jetzt bist du wenigstens hier!“

Adam setzte schon zur Kehrtwende an, doch Trisha war schneller.

„Nein warte! Adam, bitte du musst mit kommen! Ich schaff das nicht ohne dich! Ich kann nicht den Doppelgänger und gleichzeitig noch Emmy und Val beschützen. Bitte Adam du musst einfach!“

Adam schaute sie verbittert an. Sie glaubte sogar einen Hauch von Enttäuschung in seinen Augen wahr zu nehmen.

„Ich habe nie gesagt das ich dich nicht begleiten werde.“

Damit flog die Tür wieder zu.


Emmy stand unschlüssig vor dem Haufen Klamotten den sie vor ihrem Kleiderschrank aufgetürmt hatte. Gott, warum hatte sie nie jemand darauf vorbereitet, was man im Kampf gegen Vampire anzog?
Vielleicht weil sie selbst nie daran gedacht hatte überhaupt gegen irgend jemanden zu kämpfen außer gegen eine wütende Meute von Frauen im Sommerschlussverkauf?
Emmy war definitiv und total überfordert.
Wenn sie das nächste Mal shoppen ging würde sie sich definitiv erst einmal vier oder fünf par gescheite Jeans zulegen anstatt das neue Sommerkleidchen aus der Vivian Westwood Kollektion zu kaufen. Und Sneakers, und Pullis und... Verdammt hatte sie denn nichts Vernünftiges in ihrem Kleiderschrank?
Mal abgesehen davon das sie ja nicht einmal wusste wohin sie fuhren.
Würde es dort warm sein oder kalt?
Würde es schneien?
Vielleicht ja nach Alaska.
Vielleicht sollte sie ja ihre Skijacke ein packen?
Alaska... Vampire in Alaska? Quatsch... den wäre es da bestimmt auch zu kalt.
Konnten Vampire frieren?
Sie hatte noch nie in ihrem Leben einen echte Vampir gesehen.
Vielleicht sollte sie Trisha fragen, ob sie ihr ein par Klamotten leiht.
Obwohl sie im Moment bestimmt ihre Ruhe haben wollte. Sie und Adam hatten sich gerade schon wieder gestritten. Sie hatte es gehört. Falken haben ein äußerst gutes Gehör.
Am liebsten wäre sie runter gelaufen und Adam einfach in die Arme gefallen, aber Trisha hatte ja Recht, ohne ihn wären sie aufgeschmissen.
Emmy kam sich in diesem Moment ziemlich klein und nutzlos vor im Vergleich zu den anderen Dreien.


Valerie ging in die Küche und stellte ihren Laptop auf den Tisch.
Angeekelt rümpfte sie die Nase, Trisha hatte geraucht. Sie nahm die Packung Zigaretten und schmiss sie ungeachtet in den Mülleimer. Wenn sie sie schon alle umbringen wollte, dann wenigstens nicht auf diese Weise.
Nachdenklich ließ sie ihren Blick zum Fenster gleiten. Was zum...?
Es stand offen und auf der weißen Fensterbank lag ein blutroter Umschlag.
Ein fürchterlich kalter Schauer fuhr ihr durch den ganzen Körper, als sie sachte mit dem Finger über das goldene Siegel fuhr.
Sie öffnete ihn und zog eine seidene Haarsträhne und einen kleinen Zettel heraus.
Nun, Mystic Falls also.


„Eine Haarsträhne und den Namen einer Stadt? Ist das wirklich sein ernst? Wie wäre es wenigstens mit einer groben Beschreibung, einem Anhaltspunkt oder zumindest einem Hey tut mir Leid das ich euch alle ins verderben stürze!“

Adam rannte aufgescheucht in der Küche umher.

„Das kann doch echt nicht sein!“

Emmy lächelte sanft und schlang ihre Arme um seine Talie, damit er sich ein bisschen beruhigte.
Valerie schaute hoch und klappt ihren Laptop zu.

„Das ist nun mal alles was in dem Umschlag drinnen war. Es ist wenigstens Etwas und Trisha weiß wie das Mädchen vor 500 Jahren aussah.
Also, ich habe eine Pension gefunden und dort angerufen, die Inhaberin scheint schon etwas älter zu sein, aber sie hat für jeden von uns ein Zimmer um bereitet alles vor.
Mit der dort ansässige Frau des Bürgermeisters habe ich ebenfalls telefoniert, eine gewisse Carol Lockwood.
Ich habe ihr erzählt ich bin die Vorsitzende einer äußerst renommierten Zeitung und möchte gerne einen Artikel über sie und ihre Stadt schreiben.
Trisha wird das Model für die Shootings sein und Adam, du darfst fotografieren was immer du möchtest.
Außerdem sind wir zu einem ihrer großen Gala Abende eingeladen. Bei den Voraussetzungen dürfte doch etwas heraus zu finden sein.“

Emmy verzog beleidigt das Gesicht.

„Hey! Und was ist mit mir?“

„Hmmm...“

Valerie runzelte die Stirn.

„Du Schätzchen, darfst das tun was du immer tust, nämlich zur Schule gehen. Immerhin haben auch Doppelgänger ein normales Leben, du könntest dich mit ihren Freunden bekannt machen.“

„Na toll! Ich darf also zum hundertsten mal „Romeo und Julia“ lesen während ihr den ganzen Spaß habt.... na gut.“

„Fein dann haben wir ja jetzt alles zusammen. Koffer sind gepackt und alles andere ist schon organisiert. Wenn wir die Nacht jetzt durch fahren, sind wie bereits morgen Mittag in Mystic Falls.“

Alle nickten einvernehmlich und machten sich gemeinsam auf den Weg zur Garage.
Während Emmy und Valerie noch ihre übergroßen Mengen an Koffern im Jeep verstauten, war Trisha bereits mit ihrem pechschwarzem Shelby GT in der Nacht verschwunden, dicht gefolgt von Adam auf seiner SV 1000.
Noch einige Zeit lieferten sich die beiden ein Rennen, komplett versunken im Geschwindigkeitsrausch.
Doch nach etwa 100 Kilometern bog Trisha auf eine Landstraße ein und war verschwunden. Auch wenn es bedeuten sollte, das sie später ankommen würde als die Anderen wollte sie für sich sein und einfach ihre Gedanken in der Nacht verlieren.

 

 

Kapitel 4



"Im Grunde nimmt man jeden Tag von irgend etwas Abschied, ohne es zu wissen"

(Lion Feuchtwanger)



Trisha drehte die Musik noch ein Stück lauter und kurbelte ihr Fenster bis zum Anschlag herunter. Sie hätte doch nicht die verdammte Landstraße nehmen sollen.
Ganze acht Stunden fuhr sie mittlerweile über Stock und Stein und war bis jetzt erst an einer Tankstelle vorbei gekommen. Vor fünf Stunden. Langsam machte sich der Hunger in ihrem Magen breit und die Müdigkeit schlug bei ihr gnadenlos durch. Sie brauchte ganz dringend etwas zu Essen und Kaffee!
Angespannt hielt sie nach einem Schild Ausschau, das etwas wie eine Raststätte andeutete. Ihre Augen schmerzten im Angesicht der aufgehenden Sonne und sie kramte ihre Sonnenbrille aus dem Handschuhfach.7:00 morgens. Sie hatte mindestens noch sechs Stunden vor sich, wenn sie nicht langsam mal wieder eine Schnellstraße fand. Frustriert nestelte sie an ihrem Navigationsgerät herum und stellte es auf „Schnellsten Weg“. 200 km bis zur nächsten Auffahrt.
Na das konnte ja noch was werden.


Genüsslich schob Emmy sich den Rest ihrer Zimtschnecke in den Mund, während Valerie neuen Kaffee holte.
Das war jetzt ihr dritter Tankstellenstop. Mein Gott, Val schüttete mehr Kaffee in sich hinein, als jeder andere Mensch den sie kannte. Allerdings war es ihr auch nicht zu verübeln, immerhin war sie mittlerweile schon 24 Stunden wach während Emmy auf der Rückbank fast die ganze Nacht durch geschlafen hatte.
Jetzt bekam sie ein schlechtes Gewissen.
Sie hätte auch wach bleiben sollen und ihre Schwester unterstützen müssen. Naja, dafür hatte sie ja jetzt noch gut sieben Stunden Zeit.
Wo Adam jetzt wohl mittlerweile war?
Er hatte jetzt bestimmt nur noch vier Stunden vor sich. Niemand schlich nämlich so mit dem Auto durch die Gegend wie ihre große Schwester.
Sie seufzte und ließ sich ins Auto fallen. Im Radio lief gerade „Firework“ von Katy Perry und Emmy schmetterte fleißig mit. Mehr schlecht als recht, aber sie brauchte jetzt dringend einen gute Laune Kick.

„Emmy! Hör auf zu singen! Das kleine Baby im Auto neben uns fängt schon an zu weinen!“

Valerie setzte sich lachend neben sie ins Auto, beleidigt verzog Emmy die Lippen zu einem dicken Schmollmund.

„Und das gerade von dir Schwesterlein, wenn du singst jaulen doch die Hunde im Umkreis von 30km“

Val funkelte sie böse an und fing dann erneut schallend an zu lachen.

„Tja Emmy-Maus, so sind die Rollen eben bei uns verteilt. Ich bin das Superhirn, du unsere kleine Künstlerin und Trisha das Popsternchen. Das können wir uns leider nicht aus suchen.“


Die Musik dröhnte mittlerweile so laut durch ihr Auto, das Trisha das Klingeln ihres Handys beinahe nicht wahr nahm. Eilig drehte sie das Radio herunter und nahm ab.

„Guten Morgen Sonnenschein! Na wo bist du? Ich hab dich gestern Nacht irgendwann aus den Augen verloren“

Trisha klemmte sich das Handy zwischen Kopf und Schulter und bog auf die Schnellstraße ein.

„Ich bin jetzt auf der 212 Richtung Süden. Ich denke ich bin so in drei Stunden da. Wo bist du Adam?“

„Knapp vorm Ziel, ich brauch vielleicht noch eine Stunde.“

„Was? Na toll hätte ich bloß nicht diese dämliche Landstraße genommen, das ist doch scheiße!“

„Hm, pass auf Kätzchen hier ist ganz in der Nähe eine Tankstelle gewesen, ich dreh jetzt um und fahre da ran. Dann warte ich dort auf dich. Emmy und Val brauchen bestimmt noch fünf bis sechs Stunden, ich habe gerade mit ihnen telefoniert, aber so können wir dann wenigstens zusammen fahren.“

„Ok, bis gleich“

Trisha schmiss das Handy auf den Beifahrersitz und drückte das Gas bis zum Anschlag durch. Eine Stunde, Unverschämtheit!


Nach nicht einmal 1 ½ Stunden kam die bunte Leuchtreklame der Tankstelle immer näher. Na wer sagts denn, da hatte sie doch mal gut aufgeholt. Langsam ging sie vom Gas und bog in die Auffahrt ein, wo Adam auch schon der Blickfang für alle anderen Leute war, mit seiner aufgedonnerten GSX 600, das sich direkt zu ihm nun ein nagelneuer Shelby GT gesellte, machte die ganze Sache nicht weniger auffällig und als aus diesem dann auch noch eine wunderschöne, große, blonde Frau ausstieg konnten sich so einige Männer des Truckstores ihr Kommentar nicht mehr verkneifen.
Trisha war dieses dauernde angeglotze bereits gewöhnt, immerhin war sie hauptberuflich Model und Adam machte sich einfach nur immer darüber lustig.
Zusammen betraten sie den kleinen Imbiss des Rastplatzes und Trisha bestellte sich erstmal einen riesigen Berg Pfannkuchen und einen großen Kaffee. Adam gab sich mit einem Hamburger zufrieden.
Gierig schaufelte Trisha das Essen in sich hinein. Wertiere brauchten übermäßig viel Nahrung, vor allem wenn sie noch dazu so extrem sportlich waren wie Trish und Adam.
Auch Valerie gab dem Wort „Bärenhunger“ eine ganz neue Bedeutung, sie kochte und aß für ihr Leben gerne.
Emmy dagegen fiel in der Hinsicht ein bisschen aus der Reihe, sie hatte zwar auch so einen erstaunlichen Stoffwechsel wie die anderen drei, aß aber längst nicht so viel. Ganz im Gegenteil, sie war schon stolz auf sich wenn sie mal ein ganzes Steak schaffte.
Genüsslich leckte Trisha sich die Finger ab und streckte sich dann ausgiebig.

„Oh man! Du weißt ja gar nicht wie dringend ich das nötig hatte! Ich war am verhungern!“

„Was meinst du wo er ist?“

„Was? Wo wer ist?“

„Na Klaus meine ich. Meinst du er weiß überhaupt das es einen neuen Doppelgänger gibt?“

Trisha schwengte ihre Kaffee Tasse hin und her und schaute Adam besorgt an.

„Adam... ich denke... ich denke wir sollten jetzt erstmal nach Mystic Falls fahren und uns dort mit allem bekannt machen und gucken, was an der ganzen Sache überhaupt dran ist. Dann machen wir uns Gedanken um Klaus ok?“

Sie nahm einen letzten Schluck aus ihrer Tasse und ging zur Tür. Gedankenverloren starrte Adam aus dem Fenster.
Wie konnte sie nur so Ruhig bleiben im Angesicht dessen was ihnen bevor stand?
Und vor allem nach alle dem was sie schon hinter sich hatten.
Wer weiß was dort in Mystic Falls auf sie zu kam?
Er hatte vor 400 Jahren seinen besten Freund verloren, jetzt auch noch Trisha oder gar Emmy zu verlieren würde ihm das Herz zerreißen.
Wenn Klaus dies nicht mit bloßen Händen tat.
Natürlich wussten Val und Trish sich zu wehren, gerade gegen Vampire, war es doch ihre eigentlich Aufgaben von jener Zeit an sie zu jagen und zu töten, aber Emmy? Sie hatte keine Ahnung von der Welt da draußen.
Immer gaben die beiden älteren Schwestern acht auf sie, ließen nicht zu das irgendjemand ihr etwas Böses antat und so sollte es auch bleiben.
Vielleicht war das die Strafe des Schicksals für ihn und Trisha, das sie sich damals gegen das uralte Gesetz gestellt haben und so naiv waren und dachten, sie könnten etwas in ihrer Welt ändern.
Er schaute auf das Armband an seinem Handgelenk das im Sonnenlicht blutrot schimmerte.

„Adam? Adam???“

„Was?“

Verdutzt schaute Adam auf, Trisha stand an der Tür und schaute ihn verwirrt an.

„Kommst du?“

„Ja natürlich“

Er legte schnell noch 20$ auf den Tresen und folgte Trisha zum Auto.

„Lust auf ein Rennen? Das bringt dich bestimmt auf andere Gedanken.“

Trisha grinste frech und eh er etwas erwidern konnte brauste sie auch schon davon.


Es war ein trüber Tag in Mystic Falls. Es war regnerisch und schwül. Eine drückende Hitze staute sich im Mystic Grill und die verschiedensten Leute klagten über Atemprobleme und Schweißausbrüche.
Aber da lag noch etwas anderes in der Luft... und das bedeutete nichts Gutes.
Als die Tür auf schwang hob Alaric Saltzman den Kopf um den neuen Gast zu betrachten.
Ein Typ in einer Lederjacke, mit zerzausten Haaren und einer Sonnenbrille.
Nichts ungewöhnliches, dem Motoradhelm unter seinem Arm zu urteilen wahrscheinlich ein Biker auf der Durchreise.
Er ließ den Kopf wieder sinken und widmete sich erneut seinem Buch.
Es war zum verzweifeln, zwei Wochen war diese Jules jetzt mittlerweile in der Stadt und sie hatte bis jetzt nichts als Ärger gemacht und immer noch hatten sie nichts in der Hand um dagegen zu wirken.
Werwölfe müssen tatsächlich recht selten sein, wenn es so wenig glaubhafte Aufzeichnungen über sie gab und gerade diese Wenigen mussten sich auch noch ausgerechnet nach Mystic Falls verirren verdammt.
Den ganzen Tag zerbrach er sich darüber nun schon den Kopf und langsam fing es an zu schmerzen. Ungeduldig massierte er sich die Schläfen.
Ganz in seinen Gedanken versunken, wäre im beinahe die kühle, blonde Schönheit entgangen die kurz nach dem Biker das Lokal betrat. Sie schienen zusammen zu gehören, denn sie machte ein empörtes Gesicht und knuffte dem großen dunkelblonden Mann leicht in die Seite.
Alaric legte die Stirn in Falten und beschloss den beiden doch etwas Aufmerksamkeit zu schenken.
Sie waren nicht hier aus der Gegend, soviel stand fest.
Er schlenderte zur Bar und stellte sich ein Stück abseits um die Beiden ein wenig zu belauschen, als das Mädchen Matt, den Kellner des Grills, ansprach durch fuhr ihn ein eiskalter Schauer, es schien als würde sie an Matt vorbei ihn ansehen. Als würde sie versuchen ihn mit ihren eisigen blauen Augen zu erdolchen.

„Hallo, mein Name ist Trisha, wir sind zu Besuch hier und haben uns wohl ein wenig verirrt, könntest du mir sagen wie wir zur Pension von einer gewissen Mrs Flowers kommen?“

Das Mädchen ließ ein strahlendes Lächeln blitzen und hörte geduldig zu als Matt ihr den Weg erklärte. Zu Besuch als hm?
Irgendetwas stimmte mit den Beiden nicht und Alaric wurde einfach nicht das Gefühl los jeden Moment auf springen zu müssen und zu laufen als wäre der Teufel hinter ihm her.
Doch so plötzlich wie die beiden aufgetaucht waren, so schnell waren sie auch wieder weg. Der junge Biker und seine Begleitung bedankten sich noch einmal schnell und waren dann auch schon aus der Tür.
Alaric runzelte die Stirn und wählte Damons Nummer. Da stimmte irgendwas nicht.


„Ich sage dir mit dem Typ in der Bar eben stimmt irgendwas nicht!“
Trisha rannte aufgekratzt in dem kleinen Schlafzimmer hin und her.

„Was mit dem Kellner? Der war doch ganz nett, oder nicht?“

„Nein, ich meine nicht den Kellner, ich meine den Typen hinter ihm. Sobald ich im Lokal war hat er uns nicht mehr aus den Augen gelassen, er hat mich angestarrt als würde er gleich hysterisch vor mir weg rennen!“

„Nun übertreib mal nicht, warum sollte er denn? Das sind deine Nerven Kätzchen, wieso auch sonst, wir sind immerhin schon den halben Tag wach. Wir beide sollten erstmal schlafen gehen.“

„Aber ich... Adam ich sags dir, mit dem Typ war irgendetwas nicht in Ordnung!“

„Trisha Schluss jetzt. Das waren 100% deine Nerven.
Wäre er ein Vampir oder irgend etwas anderes hätten wir es gerochen, der Typ war ein stink normaler Mensch, wie der Kellner und auch alle anderen dort. Wahrscheinlich war er einfach nur heiß auf dich oder betrunken, auf Drogen, was weiß ich denn. So und jetzt gehen wir schlafen, bis Emmy und Valerie da sind.“

 

 

Kapitel 5



"Ist die Nacht auch noch so schwarz und schwer:
Die Liebe erleuchtet selbst das finsterste Dunkel."


Indien


"Mystic Grill also hm?"

Valerie zog die Gardienen im Wohnzimmer der kleinen Pension auf, draußen war es mittlerweile dunkel geworden. Es war immernoch verdammt regnerisch und schwül, ein ekelhaftes Wetter.
So erdrückend.

"Ja der Typ war echt komisch, Adam meinte es wären bloß meine Nerven gewesen, aber ich sage die mit dem stimmte irgendwas nicht. Außerdem stank er bestialisch."

Valerie musste kurz lachen, schaute ihre Schwester dann aber verwirrt an.

"Was?"

"Ja, ich konnte es zuerst nicht richtig zuordnen, weil er doch ein Mensch war, aber darunter lag diese süßliche Note, wie dunkles, altes Holz. Ein Vampirgeruch Valerie!"

"Was? Nein, das kann nicht sein. Dann wäre er jetzt schon tot."

"Aber wenn ich es dir doch sage Val!"

"Hmm... er könnte zu Elijah gehören."

"Ja oder zu Klaus..."

"Nein dann wären wir ALLE hier jetzt schon tot..."

"Hm... stimmt auch wieder, es muss wohl Elijah sein... aber der riecht anders!

"Trisha! Schluss jetzt!
Es kann nur Elijah sein, wer auch sonst.
Am besten du gehst nochmal in diese Bar und nimmst ihn dir vor. Wenn mit Elijah zu tun hat, wird er auch wissen wer wir sind. Dann haben wir hier wenigstens schonmal einen gescheiten Informanten."

"Wen knöpfen wir uns vor?"


Die Tür schwang auf und Emmy tibbelte leicht wie eine Feder in den Raum.

"Nicht wir Ems, Adam und ich. So einen Typen aus der Bar in der wir heute Morgen waren als wir uns verfahren haben."

"Trish! Das ist nicht fair! Ich möchte auch gerne mit kommen!"

"Nein, zu gefährlich."

"Aber Trish!"

"Nun nehm sie schon mit Kätzchen, der Typ ist ein Mensch, was soll euch schon groß passieren."

Empört schaute Trisha ihr große Schwester an.

"Val!"

"Nicht diskutieren. Ihr nehmt Emmy mit und seit auch spätestens um 23:00 wieder da, weil sie morgen zur Schule muss, so muss ich mir um keinen von euch Sorgen machen."

Valerie grinste herzlich und ging dann in ihr Zimmer.
Trisha seufzte.

"Na los Babybird, weck deinen Mann, wir treffen uns in einer halben Stunde am Shelby."

Damit zog auch sie die Tür hinter sich zu und war weg.
Emmy hüpfte kurz auf vor Begeisterung und stürmte dann zu Adam ins Zimmer und schmiss sich mit Anlauf auf ihn rauf.

"Aufstehen mein Engel!"

trällerte sie ungeduldig als er sie von sich herunter schob.

"Komm schon Adam los jetzt, wir müssen uns schick machen!"

Erneut hüpfte sie auf dem Bett umher. Adam ließ ein leises Knurren hören und blinzelte sie dann an.

"Warum?"

"Wir machen irgend sonen Typen kalt."

"Was?!"

Adam schreckte auf und stieß sich unsamft den Kopf am Gestell des Bettes.

"Komm los! Du musst mir helfen was zum Anziehen zu finden! Wir werden das schärfste Paar in dieser Stadt sein, los!"

Quengeld zog sie ihn am Arm aus dem Bett heraus in Richtung Koffer.

"Schaatz!"

Adam stöhnte gequelt und rieb sich mt der freien Hand den Kopf.

"Mach jetzt! Trisha erklärt dir alles in einer halben Stunde!"

Unschlüssig stand Trisha vor dem großen viktorianischen Spiegel und betrachtete sich.
Vielleicht doch lieber eine Jeans und Turnschuhe?
Immerhin wollte sie sich mit einem Vampirfreund anlegen... vielleicht... andererseits gingen sie in eine Bar... und es konnte nicht Schaden auch ein par andere Kontakte im Vorfeld zu knüpfen.
Noch einmal hielt sie sich dir graue Röhrenjeans an ihre Beine.
Dann ließ sie sie fallen.
Nein.
Ihr Outfit war perfekt wie es war und sie würde so gleich einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Außerdem war es furchtbar schwül und warm da draußen. Perfektes Hotpants Wetter.
Das Korallfarbende Top saß wie angegossen und ihre Highheels waren zwar hoch, aber nicht zu hoch um einem irren durch die Stadt hinterher zu jagen.
Zufrieden setzte sie sich an die kleine Schminkkomode, löste ihren Zopf und zog noch einmal in aller Ruhe ihren Lipglos nach.
Perfekt! Naja fast...
Frustriert starrte sie einmal mehr ihren Ring an. Gott dieses Ding passte wirklich selten zu den Klamotten die sie anzog.
Was solls.
Energisch streifte sie sich ihre Lederjacke über, schnappte sich ihren Autoschlüssel und verließ dann das kleine gemütliche Zimmer.
Unten am Auto warteten Adam und Emmy schon ungeduldig auf Trisha.
Em hatte einen weißen kurzen Rock an und ein pinkes Longshirt darüber, mit passenden Schuhen und einem kleinen gltzernen Täschchen,
Adam ein graues Shirt mit einer ausgewaschenen Jeans dazu.
Gott die beiden sahen mal wieder aus wie Tag und Nacht.

"Hey Emmy, willst du in die gleiche Bar wie wir oder ist hier unterwegs irgendwo ein Abschlussball an dem wir die absetzen sollen?"

Emmy schnaufte empört und Adam lächelte Trisha frech an.

"Das sagt die Richtige, Heidi."

"Hey! So alt bin ich auch wieder nicht! Für dich immer noch Giselle wenn ich bitten darf Freundchen!"

"Stimmt. Du bist älter!"

Lachend stiegen alle drei ins Auto ein und machten sich auf den Weg zum Mystic Grill.


"Hey Mann, was geht?"

Jeremy versengte seine letzte Kugel im Billiardtisch und schaute dann auf.

"Hey, Tyler. Alles klar Mann? Bist du allein hier?"

Tyler lehnte sich an den Tisch und schaute die gegenüber liegende Wand an.

"Nein. Eigentlich bin ich mit Matt und ein par Jungs vom Footbal Team hier. Wir wollten ein bisschen was trinken, aber dann ist Caroline aufgetaucht und naja du weißt ja."

"Tut mir Leid man, das ist echt scheiße."

"Ja allerdings. Und Jules ist auch da. Ich habe das Gefühl sie beobachtet mich schon die ganze Zeit."

"Und sonst? Kommst du klar? Ich mein alles gut bei dir? Weißt du wenn du drüber reden willst dann..."

"Nein, lass stecken. Was soll schon sein.
Hey, spieln wir ne Runde?"

"Ja klar, warum nicht."


Jules saß an der Bar und schaute frustriert zu Tyler herüber.
Wie konnte er bloß immer noch mit diesem Gilbert Jungen rum hängen?
Verdammt beinahe hätte sie es geschafft, ihn auf ihre Seite zu ziehen, aber nein, diese kleine Vampirbarbie musste ja dazwischen funken.
Boshaft blitzte sie Caroline an, die sich mit ihrem Menschenfreud, ja reichlich gut zu amüsieren schien.
Sie legte das Geld auf den Tresen und wollte gerade gehen, als die Tür plötzlich auf schwang.


Nun da waren sie also.
Trisha musste zugeben das diese Bar Abends noch altertümlicher aussah als am Tage. Kein Vergleich zu Seattle. Alles war aus Holz und anstatt von grellen Neonlichtern flakerten hier dunkle Glühbirnen. Wie schon am Mittag lag ein schwerer Geruch von Burboun in der Luft.
Mein Gott tranken die Leute das hier Rund um die Uhr?
Trisha fühlte sich sichtlich unwohl und Emmy schien es ähnlich zu ergehen, eingeschüchtert klammerte sie sich an den Arm ihres Verlobtens und schaute unsicher umher.
War wohl doch nicht so die richtige Kleidungsauswahl.
Adam allerdings schien hier perfekt hin zu passen...
Wie wirr die Welt doch manchmal war.
Trisha lächelte kurz, strafte dann die Schultern und zog die anderen beiden hinter sich her zu einen freien Tisch, in einer der hinteren Ecken des Raumes.
Emmy verzog schmollend die Mundwinkel.

"Ihr meint wohl nicht, das ich hier einen Cosmopolitan kriegen könnte oder?"


Tyler sog scharf die Luft ein und ließ ein kurzes Pfeifen hören als die blonde Fremde an ihm vorbei ging. Er drehte langsam den Kopf und sein Blick folgte dem Mädchen und ihren zwei Begleitern.
Dann ließ er ihn wieder zu Jeremy schweifen der den Coeu an den Tisch gelehnt hatte und ebenfalls da stand wie vom Blitz getroffen.

"Alter!"

Jer brauchte eine Weile bis er den Mund wieder zu bekam und auch Tyler musste sich erst einmal wieder fangen. Das war also der Grund warum Hotpants erfunden wurden.


Trisha setzte sich gegenüber von Emmy und Adam und ließ ihren Blick an den beiden vorbei schweifen.
Verzweifelt hielt sie Ausschau nach dem blonden Mann mit den Aschblonden Haaren und der etwas zerschlissenen Wildlederjacke.
Vergeblich.
Sie hätte ihn schon beim reinkommen gemerkt. Der süßliche Geruch hing zwar immernoch in der Luft, aber das Lag wahrscheinlich an dem Burboun überschwall, oder es war noch ein bisschen von heute Mittag übrig.
An der Bar blieb ihr Blick kurz an einer blonden Frau hängen, die sie anscheinend leicht verärgert zu beobachten schien, aber für Trisha war Stutenbissigkeit nicht's neues, also schaute sie sich weiter um.
Der Kellner von heute Mittag war auch da.
Er schien eine Freundin zu haben. Sie ließ sich ein wenig Zeit um das strahlend blonde Mädchen ein wenig zu beobachten. Sie hatte wirklich tolle Haare. Sie wäre ein gutes Model. Ein süßes Gesicht, gute Wahl. Sie lächelte kurz und nickte dem jungen Mann zu.

"Er ist nicht hier."

Emmy schaute sie entsetzt an.

"Was? Das heißt wir sind umsonst her gekommen? Gut dann können wir ja gleich wieder verschwinden."

Adam sah seine Verlobte belustigt an.

"Komm schon Schatz. Du wolltest undbedingt mitkommen. Lass uns wenigstens auf einen Drink bleiben. Dann hat die Fahrt sich gelohnt und wir haben ausnahmsweise einen gemütlichen Einstieg hier."

Emmy blinzelte.

"Na gut. Aber nur einen Drink ok? Dann gehen wir."

"Gut Maus."

Adam gab ihr einen Kuss und wie auf's Stichwort kam dann auch schon die Kellnerin.

"Kann ich ihnen etwas bringen?"

Schelmisch grinste Adam zu Trish hinüber und sie ahnte Böses.
Emmy schaute verzweifelt zwischen den beiden umher und dann zur Kellnerin hinauf.

"Ähm sie könnten mit nicht zufällig einen Cosmoplitan machen?"

Verlegen lächelte sie und die Kellnerin lachte kurz auf und schaute dann liebevoll zu ihr herunter.

"Na gut sie scheinen ja nicht von hier zu sein. Wir haben es zwar nicht auf der Karte, aber nehmen sie es als Wilkommensgeschenk."

Emmys Miene hellte sich auf und sie ließ ein leises quietschen hören.

"Für sie Beide das gleiche?"

Trisha wollte gerade etwas erwieder, doch Adam kam ihr zuvor.

"Wir hätten gerne 2 Burboun mit Cola auf Eis bitte."

Er ließ sein 500 Watt Lächeln aufhellen und Trisha blitzte ihn empört an.

"Natürlich, sonst noch Etwas?"

"Oh Schatz, ich hätte gern Pommes, teilst du dir welche mit mir?"

"Ja natürlich Maus."

"Also noch einmal Pommes dazu."

Na toll, jetzt bekam Trisha auch noch Hunger. Was solls.

"Und einen Teller Nachos mit Käse bitte."

"Wunderbar, wird gemacht. Die Getränke bringe ich ihnen gleich. Das Essen dauert ein wenig."

Zwei Minuten später nippte Emmy auch schon überglücklich an ihrem Cosmo und Trisha ließ ihren Finger am Rand des Burboun Glases entlang gleiten.
Verwirrt schnupperte sie an sich und dann am Glas. Was zum?

"Adam sag mal, ich hatte euch zwar nur eine halbe Stunde Zeit gegeben, aber zum kurz duschen hätte es jawohl noch gerreicht oder nicht?"

Beinahe hätte er sich an seinem Burboun verschluckt und schaute Trisha empört an.

"Was? Na hör mal, ich bin zwölf Stunden Motorrad gefahren. Natürlich war ich noch duschen!"

"Das kann ich bestätigen."

Emmy grinst frech und gab Adam einen Kuss auf die Wange.

Ok. Anscheinend schienen Trishas Sinne jetzt komplet durch zu drehen.
Aber es roch hier herb,erdig und verdammt anziehend nach Werwolf.
Sie sog noch einmal tief Luft ein.
Wow! Es hätte sie beinahe umgehauen.

"Es riecht nach Wolf."

"Natürlich Trisha. Ich bin ja auch einer!... Langsamm drehst du durch Süße."

"Aber Adam ich..."

"Kätzchen, trink los. Mit dir stimmt heute irgendwas nicht."

Adam hob sein Glas und sie stießen an.
Trisha nahm einen tiefen Schluck und ließ den Burboun kurz auf sich wirken.
Wahrscheinlich hatte Adam recht.
Und der Typ nach dem sie suchten ist nicht da, also war jetzt ein bisschen Spaß angesagt.
Sie ließ ihren Blick zu den beiden Jungs am Billiard Tisch gleiten.
Miez, miez, miez.


"Hey Mann, sie guckt rüber. Bleib cool."

Kaum waren die Worte ausgesprochen rutschte Jeremy auch schon der Coeu aus der Hand und segelte einmal quer über den ganzen Tisch.

"War wohl nicht so cool hm?"

"Was stimmt bloß nicht mit dir Gilbert?"

Tyler schüttelte den Kopf und drehte sich wieder um.
In seiner Brust stieg ein Kribbel auf und es ging ihm einmal durch den ganzen Körper.
Jeremy beschäftigte sich derweil schon mit einem Mädchen von ihrer Schule das gerade zu ihnen rüber gekommen war, aber Tyler konnte seinen Blick nicht von der Blondiene am Tisch gegenüber abwenden.
Was war bloß so besonders an ihr? Sofort als sie rein konnte er sich auf nicht's anderes mehr konzentrieren als auf sie.
Klar sie war verdammt heiß, aber da war noch etwas anderes. Das Blut in seinen Adern pulsierte, es war als müsste er sie auf Händen durch die Stadt tragen und kein anderer Typ dürfte sie je wieder anfassen.
Erneut schüttelte er den Kopf. Was war bloß los mit ihm? Die Sache mit Caroline schien ihm doch mehr zugesetzt zu haben als er dachte. Sonst würde er sich nicht so bescheuert aufführen.
Er sollte sich einfach zusammen reißen, rüber gehen und sie fragen ob sie und die andere Kleine neu hier sind.
Allerdings machte ihm der Typ, der bei den Beiden mit am Tisch saß eine scheiß Angst.
Er dürfte nicht älter als er selbst sein. War nicht besonders kräftig gebaut und nicht angsteinflößend angezogen oder verhielt sich in irgendeinerweise so.
Er erinnerte ihn ein bisschen an seinen Onkel Mason. Ein Sunnyboy, auf der Suche nach der perfekten Welle und dennoch... der Typ brauchte wahrscheinlich nur zu zucken und Tyler wäre der erste der aus der Tür wäre.
Ach scheiß drauf. Er setzte seinen Coeu an und konzentrierte sich wieder auf das Spiel.


"Tisha!"

"Was?"

Emmy schaute sie tadelnd an.

"Hör auf den armen Jungen so anzugucken. Du machst ihn noch ganz verrückt! Dafür sind wir nicht hier!"

"Och Emmy...."

"Ja Ems, komm schon, lass dem Kätzchen ihren Spaß, wir werdens noch schwer genug haben die nächsten Tage."

"Also ich finde nicht...."

"Irgendwas stimmt mit ihm nicht."

"Trisha!"

"Was Adam?"

"Ich habe dich gerade verteidigt. Jetzt fang nicht schon wieder mit dem Mist an!"

"Du hast Recht. Ich werd mal kurz auf die Toilette gehen und mir ein bisschen Wasser ins Gesicht spritzen."

Im Bad angekommen betrachtete Trisha sich kritisch im Spiegel. Gott. Was war nur mit ihr los? Emmy hatte ja recht. Sie hätte den Typen am liebsten angesprungen.
Wie konnte er nur so anziehend sein? Menschen sind nicht anziehend. Sie könnten niemals mit ihr mit halten. Sie waren nunmal schwächer als sie.
Sie zupfte sich noch einmal ihre Haare zu Recht und ging dann in Gedanken verunken zurück.
Plötzlich stolperte sie zurück.
Die blonde Frau von der Bar hatte sie gerade eiskalt über den Haufen gerannt und sie stand jetzt mit dem Rücken zur Wand.
Moment sie stand mit dem Rücken zur Wand?

"Lass dir Finger von ihm, klar Prinzessin!"

Das Roch hier also so nach Hund... Trisha strafte die Schultern und sammelte sich kurz von dem Schock.

"Lass du lieber die Finger von mir du Promenadenmischung!"

"Sonst was hm?"

Zack, wieder ein Dämpfer.
Was glaubte die eigentlich wer sie war?
In Trisha kochte das Blut hoch und der Panther in ihr setzte sich frei, bevor sie sich auch nur im geringsten dagegen wehren konnte.
Mit einem Ruck nahm sie den Arm der anderen Frau und drückte sie mit einem heftigen Knall gegen die gegenüber liegende Wand.
Alle Kraft in ihr setzte sich frei, das Handgelenk zwischen ihren Fingern spliterte und sie ließ ein leises Fauchen hören.

"Jetzt pass mal auf du Köter, ich mache hier was ich will, ich bin um einiges mächtiger und älter als du und wenn du dir noch einmal einfallen lässt, mir in die Quere zu kommen, dann breche ich dir bei Gott jeden einzelnen Körper in deinem Knochen, haben wir uns verstanden?"


Jules schluckte kurz und als sich der Griff an ihrem Arm lockerte zog sie ihre Jacke vom Stuhl und war so schnell sie konnte draußen.
Wer war diese Frau bloß? Ihr Handgelenk pochte und schmerzte heftig, es war komplet zersplittert. Tränen stiegen ihr in die Augen.
Nicht weil es so sehr weh tat, sondern weil sie sich kein Stück dagegen währen konnte was ebend geschah.
Wie konnte jemand nur so mächtig sein. Selbst wenn sie wollte, hätte sie nicht mal mit der Oberlippe zucken können. Ihr fuhr ein kalter Schauer über den Rücken und sie beschleunigte ihren Schritt etwas.


"Ich denke es ist für und jetzt auch Zeit zu gehen."

Adams Hand legte sich auf Trishas Schulter und zog sie von der Wand weg, wo sie ebend noch mit der Werwölfin gestanden hatte.

"Komm, Emmy hat ebend schon gezahlt."

Sie war noch ganz in Trance von dem was eben passiert war. Sie würde noch einen Moment brauchen um sich wieder zu beruhigen und ließ sich so ganz einfach von Adam hinter sie her ziehen.


Caroline stürmmte aufgeregt durch's Mystic Grill zum Billiard Tisch hinauf.

"Tyler, Jeremy, habt ihr das ebend gesehen."

Sie war immer noch ganz aufgeregt von dem was ebend geschehen war und tippelte von einem Fuß auf den anderen.

"Allerdings, die war nicht nur heiß, sondern auch äußerst schlagkräftig."

"Jeremy! Das ist nicht lustig! Sie hat Jules gerade einfach so an die Wand gedrückt, als wenn nicht's wäre, sie muss eine der Ältesten sein oder so! Gott Tyler, wir müssen irgendetwas unternehemn!"

"Tyler?! Alles ok? Du siehst mitgenommen aus?"

Ohne etwas zu sagen nahm er sein Jacke und ging.

"Tyler! Bist du verrückt! Du kannst doch jetzt nicht einfach gehn! Warte!"

Entrüstet drehte sich Caroline wieder zu Jeremy um.

"Ruf Damon an!"


 

Kapitel 6

 



„Wer Wolf ist, soll als Wolf sich geben,
das ist das Sicherste im Leben „


(J. de La Fontaine)



„Ein Werwolf? Ist das dein Ernst?! Trisha, du hast dich wirklich mit einem Werwolf angelegt? Bist du denn wahnsinnig?“

Valerie lief aufgebracht durch den kleinen Aufenthaltsraum und kochte vor Wut.

„Hey! Sie hat mich angerempelt! Es war nicht meine Schuld. Am besten ich hätte die Schlampe gleich kalt gemacht!“

„Trisha!!!“

„Was ist doch so. Außerdem habe ich euch gesagt das irgendetwas nicht stimmt!“

Sie blickte vorwurfsvoll zu Adam herüber, der allerdings nur mit den Schultern zuckte.

„Du hast gesagt mit dem Typen am Billiardtisch stimmt irgendetwas nicht. Der sah für mich aber ganz normal aus, da hab ich mir eben nicht weiter Gedanken drum gemacht.“

„Ja allerdings und ich habe auch gesagt das es verdammt nochmal nach Wolf riecht! Warum hast du das denn nicht auch mitbekommen?“

„Mein Gott Kätzchen, ich bin selbst einer. Ich rieche mich jeden Tag und euch auch, ich achte da nicht mehr so verbissen drauf wie du es tust.“

„Tja hättest du’s mal getan!“

Beleidigt stürmte Trisha aus dem Zimmer und riss die Tür hinter sich zu.

„Oh man..“

Angestrengt massierte Emmy sich die Schläfen und seufzte dann. Sie hasste Streit.

„Tja das war’s dann wohl mit der Diskussion. Emmy kommst du? Ich fahr dich jetzt zur Schule. Danach bin ich zum Lunch mit der Bürgermeisterin verabredet… im Mystic Grill. Mal gucken ob ich irgendwas raus bekomme.“

Valerie schnappte sich ihre Tasche und holte die Autoschlüssel hervor.

„Auf geht’s.“

„Ok, ich geh dann jetzt mal schlafen. Viel Spaß bei deiner Einschulung meine Kleine und sei schön artig ja.“

Empört knuffte Emmy Adam in die Rippen und gab ihm einen Abschiedskuss.

„Bin ich, schlaf gut mein Schatz.“

Dann folgte sie Valerie zum Auto.


„Alaric… Barbie… ihr seid also der Meinung ihr habt einen der Ältesten getroffen.“

Damon lehnte sich in seinem Sessel zurück und schaute die beide erwartungsvoll an.

„Nicht Einen! Eine! Und sie hat Jules einfach so fertig gemacht, ohne die geringste Anstrengung, ich sage dir ich habe ihr Handgelenk aus zehn Metern Entfernung zerspringen gehört.“

„Aha. Und ihr denkt nun sie ist eine Älteste weil…?“

„Damon! Das habe ich dir doch gerade gesagt! So stark ist kein normaler Vampir!“

„Und du Barbie, bist dir sicher, dass sie ein Vampir ist weil…?

„Kommen wir jetzt wieder auf das Thema Ninja Turtles zurück Damon?“

Stefan hob belustigt die Augenbrauen.

„Caroline hat Recht. So Etwas ist nicht normal. Ich sollte mit Elijah sprechen.“

„Auf keinen Fall. Ich werde dich nicht noch einmal vor einer Kamikaze Aktion retten Darling. Das letzte Mal wären wir dank dir nämlich beide beinahe dran gewesen.“

Elena funkelte böse zu Damon hinüber und verschränkte ihre Arme vor der Brust.

„Nun, dann nehme ich an möchtest du gerne mit Jules über den kleinen Vorfall von gestern Abend plaudern?“
Sie blickte ihn Fragend an und Damon legte die Stirn in Falten.


„Weißt du…“

„Caroline, Jeremy und ich müssen jetzt zur Schule. Wir unterhalten uns heute Abend noch einmal darüber.“

Alaric, der bis jetzt noch nichts gesagt hatte erhob sich ebenfalls.

„ich begleite euch, ich muss heute zwar erst in der zweiten Stunde anfangen zu unterrichten, aber ich werde noch einmal etwas nachschlagen.“

„Ja ich komme auch mit. Bis nachher Damon und mach nichts Dummes.“

Somit waren alle aus dem Haus und Damon blieb alleine im Wohnzimmer zurück.

„Schule… tzz.“


Valerie parkt den Wagen zwei Querstraßen weiter vom Mystic Grill und beschloss den Rest Zufuß zu gehen. Er war ein wunderschöner Tag, die Sonne schien, der Himmel strahlte angenehm blau und es war unglaublich warm.
Sie zog ihren weißen Frühlingsblaiser aus und legte ihn über die Handtasche.
Sie liebte sonnige Tage. Es gab nichts Schöneres.
Sie nahm einen kräftigen Atemzug und lächelte. Kein Smog und kein unnötiger Lärm. Daran könnte sie sich gewöhnen.
Anmutig öffnete sie die Tür der alten Bar und trat hinein.
Einen Augenblick lang blinzelte sie um sich an das Licht zu gewöhnen. Es war ein bisschen schummriger als die strahlende Sonne.
Eine Frau etwas weiter hinten an einem Tisch direkt am Fenster erhob sich und Valerie steuerte auf sie zu.

„Sie müssen Bürgermeisterin Lockwood sein. Freut mich ihre Bekanntschaft zu machen.“

„Oh die Freude ist ganz meinerseits, aber nennen sie mich doch Carol, Miss Healy“

Sie lächelte und gab der etwas einschüchternd wirkenden und dennoch äußert freundlichen Frau die Hand.

„Valerie, bitte.“

Sie hätte nie gedacht, dass eine Frau noch anmutiger und aristokratischer wirken könnte als sie selbst. Aber anscheinend gab sie doch nicht immer ihr Bestes.
Die Frau strotzte vor Etikette. Ein bisschen spießig vielleicht…
Valerie konnte sich gerade noch so ein Lachen verkneifen und setzte sich ebenfalls.

„Also Valerie, haben sie sich in unserem wunderbaren Mystic Falls schon umgesehen?“

„Ja, auf der Hinfahrt hierher kam ich dazu schon einen kleinen Teil etwas unter die Lupe zu nehmen, es ist wirklich atemberaubend schön hier. So friedlich.“

„Das freut mich, dass es ihnen bereits so gut gefällt. Warten sie erst mal das Essen ab. Danach wollen sie hier bestimmt gar nicht mehr weg. Es ist wirklich sehr appetitlich. Aber am besten lassen sie uns erst einmal bestellen und dann unterhalten wir uns weiter. Amanda! Kommst du bitte!“

„Mrs Lockwood.“

Die zierliche Kellnerin nickte etwas eingeschüchtert und nahm dann dir Bestellung auf.

„Bring und doch bitte eine Flasche meines Chardonnays und ich hätte gerne den Krabbensalat, mit etwas Kräuter Dressing und sie Valerie?“

„Oh ich hätte gerne einen Obstsalat wenn das möglich ist mit etwas Joghurt und ein par Scheiben Schwarzbrot.“

„Oh natürlich ist das möglich meine Liebe. Amanda sorgst du bitte dafür, dass die Dame alles bekommt, was sie auch möchte.“

„Natürlich Mrs Lockwood.“


Emmy betrat das Direktorenzimmer und schaute sich neugierig
um.

„Hallo meine Liebe, du musst Emilia Healy sein, unsere Gastschülerin richtig?
Ich bin Mrs Clarke, die hiesige Sekretärin der Mystic Falls High-School.“

„Hallo, freut mich sie kennen zu lernen. Aber bitte nennen sie mich doch Emmy. Ich wurde schon seit Jahren nicht mehr Emilia genannt.“

„Nun gut, ich möchte dass du weißt, dass unsere Bürgermeisterin Mrs Lockwood bereits alles für dich vorbereitet und geklärt hat. Also, das sind deine Schulbücher und dein Stundenplan für die nächsten zwei Wochen. Ich hoffe du fühlst dich an unserer Schule wohl.“

Emily lächelte die ältere Dame dankbar an als es an der Tür klopfte.

„Entschuldigen sie, Mrs Clark? Sie hatten mich ausrufen lassen?“

„Oh ja. Komm doch bitte kurz rein. Emilia, das ist unsere Schülersprecherin Caroline Forbes.“

„Hallo. Mein Name ist Emmy. Ich bin neu hier.“

„Ja genau das ist sie. Caroline, sei doch bitte so gut und führe sie ein bisschen rum ja?
Ich gebe euch dafür die erste Stunde frei. In der zweiten bringst du sie dann bitte zu ihrem Raum. Das ist ähm Ortskunde mit Mr Saltzman. Ein sehr netter Lehrer. Du wirst ihn mögen Emilia.“

„Natürlich Mrs Clark. Freut mich dich kennen zu lernen Emmy.
Also wir fangen am besten am unteren Korridor an, arbeiten uns dann hoch, dann bring ich dich zum Football Platz und kläre dich ein bisschen über das Cheerleader Training auf.
Bist du Cheerleader Emmy?
Achja und dann noch die Cafeteria und der Pausenhof.
Dann noch die Bücherei und ich erzähl dir ein bisschen was über die Leute hier.
Vor allem über die Jungs.
Außer natürlich du hast einen Freund. Hast du einen Freund?
Haben wir uns schon mal gesehen? Du kommst mir so bekannt vor?
Komm lass uns gehen.“

Wow! Das war doch mal eine sympathische Person! Und sie redete ganz viel.
Emmy hätte nie gedacht das mal Jemand fröhlicher war und mehr quasselte als sie.
Aber anscheinend gab sie nicht immer ihr Bestes.
Das Mädchen strahlte pure Energie aus… vielleicht ein bisschen zu aufgedreht.
Emmy verkniff sich ein Lachen und folgte ihr.


„Na habe ich ihnen zu viel Versprochen? Vorzüglich das Essen oder etwa nicht?“

Valerie schluckte den Rest ihres Obstsalates herunter und nahm einen Schluck von ihrem Champagner.

„Durchaus. Ein großes Lob an den Koch. Aber das habe ich mir schon fast gedacht, meine Schwester und ihr Verlobter haben nämlich bereits in höchsten Tönen von den Nachos und Pommfrites geschwärmt.“

Valerie lachte kurz auf und zupfte dann ihre Bluse zu Recht.

„Oh, sie waren also schon einmal hier? Nun hätte ich das gewusst, dann hätte ich wohl ein anderes Restaurant ausgesucht.“

„Nein, nein. Meine beiden jüngeren Schwestern waren gestern hier um die Ankunft noch ein bisschen zu feiern und da haben sie sich gleich noch einen kleinen Snack bestellt.
Ich war bereits im Bett. Zu viel Arbeit. Da lockt das Feiern nicht mehr so.“

„Na wenn das so ist, haben die drei bestimmt auch schon meinen Sohn Tyler kennen gelernt.
Wissen sie er ist hier fast jeden Abend „hängt“ mit seinen Freunden rum.
Aber nun ja. Sie kennen das ja bestimmt zu genüge. Teenager.
Also Valerie. Sie sind also so eine Art Familien Betrieb?“

„Oh nein. So kann man das für gewöhnlich nicht nennen.
Aber wir verbringen normalerweise so wenig Zeit miteinander, das wir solche Gelegenheiten gerne Nutzen um zusammen zu Arbeiten.
Da meine Schwester Hauptberuflich Model ist und mein Schwager Fotograf, lässt sich das bei solchen Reportagen immer Recht gut verbinden und für meine Firma ist es Kostengünstiger.“

„Natürlich. Ich bereue es auch dass ich nie wirklich Zeit mit meiner Familie verbracht habe.
Mein Mann Richard, ist vor kurzem verstorben und Tyler, nun ja die Kinder sind nun mal immer aus dem Haus. Da hat man dann nicht mehr viel von seiner Familie.“

„Oh mein Gott. Das tut mir schrecklich Leid für sie Carol.
Wie ist ihr Mann denn verstorben wenn ich fragen darf?“

„Oh ähm es war ein mysteriöser Unfall.
Wissen sie, eigentlich sollte man das als Bürgermeisterin nicht erzählen, da es nicht die beste Repräsentation für die Stadt bedeutet, aber sie sind ja Reporterin und werden das wohl früher oder später eh raus finden, so was passiert in unserer schönen Stadt leider öfters.
Trotzdem ist es immer wieder tragisch.“

Mysteriöse Unfälle.
Notiert.
Komisch, in dieser Stadt scheint mehr nicht zu stimmen, als sie am Anfang dachte.
Sie hätte gleich auf Trishas Instinkte vertrauen sollen. Verdammt.
Irgendwas war hier faul und das passte ihr gar nicht.
So sehr sie es auch hasste es zugeben zu müssen, sie brauchte Elijahs Hilfe. Sie musste mit ihm reden. Am besten noch bevor Trisha und Adam aufwachten.
Das lief ja mal wieder alles gar nicht wie es sollte.
Mal sehen was Emmy so an der Schule herausfand. Vielleicht etwas über Tyler, Carols Sohn.
Denn auch sie verheimlichte ihr so einiges.
Die Frau war wie sie selbst. Das spürte sie also.
Während Val noch ganz in ihren Gedanken verloren war ging die Tür auf.
Ein dunkelhaariger, ganz in schwarz gekleideter Mann steuerte direkt auf die beiden Frauen zu.
Er nickte kurz.

„Carol. Freut mich sehr sie hier zu sehen.“

Die Bürgermeisterin nickte ebenfalls.

„Damon. Valerie Healy, das ist Mr Damon Salvatore. Ein Freund der Familie und ebenfalls in unserem Gründerrat, von dem ich ihnen ja schon am Telefon berichtet hatte.“

Valerie stand auf und reichte dem jungen Mann die Hand.

„Mr Salvatore.“

„Oh bitte halten wir uns doch nicht an Förmlichkeiten fest Valerie. Für sie Damon.“

Er nahm ihre Hand entgegen und gab ihr einen flüchtigen Kuss darauf.
Valeries Blut pulsierte und die Alarmglocken in ihrem Kopf schrillten.
Scheiße. Vampir.
Sie wusste gleich dass da etwas nicht stimmte.
Verdammt sie musste dringen ihren Geruchssinn wieder auf Hochtouren bringen.

„Nun Damon, freut mich sie kennen gelernt zu haben.
Carol. Ich bedanke mich für das wunderbare Essen, aber ich habe jetzt noch einen Termin einzuhalten, mit der hiesigen Bibliothekarin.
Wenn sie mich also entschuldigen, wir treffen uns dann bei dem Fotoshooting auf ihrem Anwesen.
Dort besprechen wir dann nochmals alles ausführlich. Vorab werde ich sie natürlich nochmal Kontaktieren. Ich bedanke mich nochmal herzlich für die Zeit und ihre Mühe. „

Mit diesem Satz, hatte Valerie dann auch schon das kleine Restaurant verlassen und stürmte zu ihrem Auto.
Scheiße. Scheiße. Scheiße.

„Nun auf ein Glas Champagner Damon?“

Damon runzelte die Stirn und schaute der großen, dunkelhaarigen Frau noch einen Moment nach.

„Natürlich Carol. Ich denke wir haben Einiges zu plaudern.“


Emmy plauderte währenddessen Ihrerseits ebenfalls mit Caroline und ließ sich ausgiebig die Schule zeigen.

„Also, deine Schwester war also mal Cheerleader hm? Und du hast nie überlegt es auch einmal zu versuchen?“

„Nein, ich bin wirklich nicht so der Sportfreak. Und ich denke alle sind mit der Rollenverteilung so zufrieden wie es ist. Trisha und Adam sind die Sportgeeks und ich faulenze lieber. Bei dem Pensum was die beiden absorbieren würde ich wahrscheinlich tot umfallen.“

Emmy lachte kurz, bei dem Gedanken an die Beiden und ihren 4 Stunden Training täglich. Dann noch die Jagd und die Jobs… sie würde wahrscheinlich wirklich sterben.

„Wow, dein Verlobter scheint ja wirklich was auf dem Kasten zu haben. Wie lange sagst du seit ihr schon zusammen?“

„Ähm och eine ganze Weile schon. Trish und er waren von Kind auf beste Freunde.“

„Trotzdem? Dann mit 17 schon verlobt? Das ist wirklich beeindruckend.“

Caroline war tatsächlich extrem beindruckt von dieser Tatsache, trotzdem hatte sie das Gefühl das mit dieser Emmy irgendetwas nicht stimmte.
Natürlich war sie ein liebes Mädchen, ein bisschen wie sie vor einem Jahr, aber trotzdem. Sie verschwieg ihr so einiges und das passte ihr überhaupt nicht.
Sie würde später gucken ob sie noch etwas über sie herausfand. Aber jetzt musste sie sie erst mal zu Alaric in den Unterricht bringen. Vielleicht bemerkte er ja etwas.

„So Emmy, ich denke wir haben alles gesehen und unsere Zeit ist auch um. Ich bringe dich jetzt zu deinem Raum bringen. In der Pause kannst du dich dann gerne zu mir und meinen Freundinnen setzen. Jeremy, ein guter Freund von mir ist auch bei dir in der Klasse. Er ist vielleicht zuerst ein bisschen schüchtern, aber ganz nett.“


Valerie stad auf dem Mystic Falls Friedhof und sandte all ihre Sinne aus. Das war der perfekte Platz um sich auf ihre Umgebung und den Tod zu konzentrieren.

„Komm schon Elijah, du weiß wo ich bin…“

„Einen wunderschönen guten Morgen Valeria.“

„Elijah“

„Ich wusste du würdest mich mit der Zeit suchen.
Nachdem ich dir ja nun vorerst nur den Brief mit etwas spärlichen Informationen hinterlassen hatte und natürlich die schöne Patrizia, für die anscheinend wieder eine Welt zusammen brach.
Weiß du, sie war äußerst verstört nach unserer kleinen Unterhaltung.
Ich hoffe doch ihr geht es nun wieder besser.“

„Natürlich war der Brief von dir… warum wir Elijah?“

„Reicht es dir wenn ich dir sage, dass ich dich nach so langer Zeit wieder sehen wollte Darling?“

Valerie blieb stocksteif stehen, während Elijah ihr langsam eine Strähne hinter ihr Ohr schob.

„Nun ja und da ist da natürlich noch die Abmachung mit unserer engelsgleichen Patrizia, die mir nun einmal in diesem Punkt verpflichtet ist wie du weißt.“

„Wie kannst du nur so herzlos sein und ihr das noch einmal antuen? Ich dachte immer du wärest ein Ehrenmann Elijah.“

„Ein Ehrenmann durchaus meine Schöne, einer der zu seinem Wort steht, genauso wie es deine Schwester tun sollte Valeria.
Ich habe einst versprochen das sie nie durch die Hand eines Ältesten sterben wird und sie Ihrerseits das sie alles in ihrer Macht stehende tun wird um mir zu helfen Klaus zu zerstören.“

Valerie schnaufte verächtlich.

„Ein altertümliches Versprechen vor eh und je getan, bevor wir auch nur wussten wozu Klaus im Stande war. Du hast uns darüber im Dunkel gelassen, das war nicht ehrenhaft und die Konsequenzen verherrend. Ich habe einen Schwager und guten Freund, einen guten Mann für die Welt und unser aller Wohl verloren nur wegen dieses dümmlichen Versprechens. Hast du das etwa schon alles vergessen?“

Tränen stiegen ihr in die Augen und sie wandte sich ab um zu gehen, doch Elijah hielt sie am Handgelenk fest und zog sie an sich heran.

„Ein altertümliches Versprechen ja, das ich einst gegeben hatte um Deiner Willen, was ich seit jeher versprach und gehalten habe, nie ist deiner Schwester ein Ältester zu nahe gekommen, nie wurde sie verletzt, das ist mein Verdienst Valeria. Kannst DU dich daran erinnern.“

Sie riss sich los und Tränen rannen über ihr Gesicht.

„Die Ältesten… du und die Deinen haben Trisha und uns alle mehr verletzt als körperliche Qualen je vermocht hätten zu tun. Du hast ihr ihren Verlobten genommen, den Menschen den sie über alles liebte, Adams besten Freund, Emmys „Vater“, den Mann der uns erst zusammen gebracht hat Elijah. Nichts Gutes hast du je getan! Du hättest sie ebenfalls sterben lassen können!“

Damit hatte sie definitiv einen wunden Punkt getroffen.

„Habe ich das ja Valeria? Du kannst dir nicht im Geringsten vorstellen, was ich dafür alles erleiden musste. Hättest du deine Schwester vor deinen Augen sterben sehen wollen?“

„Sie ist vor meinen Augen gestorben! Etwas in ihr ist zerbrochen! Sie war 200 Jahre lang tot! Und es ist alles deine Schuld! Du mit deiner Machtgier!“

Langsam reichte es ihm und er zog Valerie erneut an sich heran.

„Ich habe ALLEs getan um euch drei zu beschützen!
Alles aufgegeben
Verdammt Emilia weiß bis heute nicht wie Vampire überhaupt aussehen!
Trisha und Adrian waren alt genug und falls du es vergessen haben solltest war er ebenfalls ein enger Vertrauter von mir!
Sie wussten um die Regeln, dass sie sie nicht hätten brechen sollen und sie haben sich nie darum geschert.
Sie waren dumm und unvorsichtig, Adrian konnte nicht auf sich selbst aufpassen und auch nicht auf seine Verlobte.
Ich habe nichts davon zu verantworten.
Es war ihre eigene Schuld.“

Valerie blickte ihm in die Augen und schluchzte erbärmlich.

„Du kannst Ihnen keine Vorwürfe machen! Wir waren doch genauso. Willst du dich denn nicht mehr erinnern? Es hätte genauso gut uns treffen können Elijah.“

„Das hat es aber nicht.“

Und mit diesen Worten war er fort und Valerie saß weinend an einen Grabstein gelehnt auf der kühlenden, schwarzen Erde die ihre Tränen auffing und umschloss.


Emmy verließ mit einem strahlenden Lächeln ihre neue High-School und aalte sich einen Moment fröhlich in der warmen Nachmittagssonne.
Der Schultag war wirklich besser verlaufen als sie gedacht hatte.
Sie würde als glorreiche Siegerin den Heimweg antreten.
Sie hatte so viel gehört und gesehen. Einfach wunderbar.
Nicht nur das sie sich wie ihr später klar wurde mit einer der besten Freundinnen der Doppelgängerin angefreundet hatte, sie hatte sie sogar selbst kennen gelernt.
Elena.
Sie war wirklich ein tolles Mädchen. Hatte sie sofort herzlich in die Gruppe mit aufgenommen und ihr alles erklärt wie Caroline auch.
Natürlich hatte sie sie gleich gerochen als sie in die Cafeteria kam.
Und das golden schimmernde, Kastanienbraun ihres Haars, war wirklich unverkennbar.
Die Strähne war tatsächlich ein besserer Anhaltspunkt als gedacht.
Dann hatte sie noch ihren Bruder kennen gelernt. Jeremy.
Er war auch total süß zu ihr und schien etwas interessiert, bis sie ihm klar machte, dass sie verlobt war.
Er war natürlich genauso geschockt wie Caroline. Was war denn daran so unglaublich?!
Apropos Caroline. Die war mit Matt zusammen, der zugegebener Maßen auch wirklich süß war.
Er war in einem Football Team mit diesem Tyler… ein ziemlich unsympathischer Typ… was Trisha an ihm wohl gestern so faszinierend fand?
Und Bonnie… diese schien Emmy aber nicht besonders gern zu mögen. Sie kam nicht einmal dazu ihr vernünftig „Hallo“ zu sagen.
Und dann war da noch Stefan… ein wirklich komischer Typ. Er war ebenfalls super nett zu ihr und höfflich und verständnisvoll… und auch ziemlich heiß… natürlich war niemand so heiß wie Adam…
Aber er machte ihr irgendwie Angst. Da war so etwas in seinen Augen und seine Ausstrahlung.
Sehr komisch.
Emmy nahm sich vor auf ihn ein besonderes Augenmerk zu legen, da sie ja nun mal sowieso auf Elena aufpassen musste.


Die schwere Holztür fiel in das Schloss und Elena, Stefan, Jeremy und Caroline betraten das Wohnzimmer des Hauses, wo Damon bereits mit einem Glas Bourbon in der Hand auf die vier wartete.

„Vergess die Ninja Turtle Theorie ganz schnell wieder kleiner Bruder, wir haben hier ein ernsthaftes Problem.“

Stefan runzelte die Stirn und setzte sich zu Elena auf die Couch. Caroline gab einen kleinen Siegesschrei von sich.

„Ha! Ich wusste doch ich hatte Recht! Ich werde wirklich immer besser in dieser ganzen Vampirsache.“

Damon stellte genervt sein Glas auf den alten Holztisch während Caroline ihn erwartungsvoll anschaute.

„Nein Barbie, du hattest wie immer nicht Recht, sie ist keine Älteste.“

Stefan kniff die Augen zusammen und ließ seinen Blick in Richtung Fenster schweifen.

„Sie ist nicht einmal ein Vampir oder?“

„Was?!“

Caroline hopste entsetzt von der Couch während sich in Damons Stirn ebenfalls eine tiefe Falte grub.

„Woher zur Hölle weißt du das schon wieder?“

„Nur so eine Ahnung.“

Jeremy lehnte sich an einen Holzbalken und fing Stefans Blick auf.

„Es ist Emmy nicht wahr?“

„Und warum mischst du dich da jetzt ein kleiner Gilbert? Hat dich etwa Jemand nach deiner Meinung gefragt?“

Stefan ließ sein Kommentar ungeachtet.

„Ja ich denke schon. Damon was hast du noch heraus gefunden?“

„Anscheinend hat unser blonder Todesengel noch eine Schwester. Sie heißt Valerie. Ich habe sie heute mit Carol Lockwood zusammen im Grill getroffen und sie war definitiv kein Vampir. Und da ich immer noch an der glaubhaften Existenz von den Ninja Turtles und Catwoman zweifele, gibt es nur eine Lösung.“

Elena schaute besorgt zwischen Stefan und Damon hin und her.

„Werwölfe.“

„Allerdings. Ziemlich mächtige sogar, denn anscheinend konnte sie ja unserer liebsten Freundin Jules das Handgelenk binnen Sekunden komplett zertrümmern. Außerdem sind sie wohl nicht nur zu zweit.“

„Emmy…“

„Ja, wer auch immer und der Typ der wohl gestern Abend auch mit in der Bar war.“

„Aber natürlich! Emmys Verlobter Adam! Deswegen kam sie mir heute so bekannt vor!“

„Ja Barbie! Du weißt Bescheid, wir haben es ja verstanden.“

Stefan nestelte an seinen Hemdknöpfen und schaute dann zu Damon herüber.

„Nein, du verstehst da was nicht. Diese Emmy geht auf unsere Schule. Wir haben sie heute alle kennen gelernt. Die Frage ist nur wo wir jetzt stehen. Wir sind jetzt unterlegen. Selbst mit Elijah lautet die Vampirquote jetzt fünf zu sieben, wir sind definitiv im Minus.“

Elena nahm besorgt Stefans Hand.

„Und was heißt das jetzt für uns Stefan?“

„Naja, sie und Jules scheinen ja nicht unbedingt Verbündete zu sein. Das Blatt kann sich aber ziemlich schnell gegen uns wenden. Wir müssen raus bekommen was sie hier wollen und auf wessen Seite sie stehen.“




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